A witchy Life

by Napgyermek


Merry Meet and blessed be!

Auf diesem kleinen, feinen Blog gewähre ich einen Einblick in mein vielseitiges Leben als moderne Hexe. Ich wünsche viel Spass beim Lesen!

22
Jun
Schul-Magie
Kreide-Planeten vor dem Weycher Schulhaus Hofwies

Heute hat mein Stammlehrer in der Berufsschule, übrigens mit Abstand der beste Lehrer, den ich fachlich und humanistisch jemals hatte, mich nach fast zwei Jahren endlich einmal bei Gelegenheit fragen können, warum ich bei jedem Test auf jeder Ecke oben rechts einen Pfeil zeichne, der nach oben zeigt. Eher scheu, denn ich bin mir den "öffentlichen" Umgang mit Magie im Alltag in der Schweiz nicht ganz gewohnt, erläuterte ich ihm, dass es eine Tiwaz-Rune sei, die für den Erfolg stehe. Er kommentierte es grinsend mit einem lockeren "Ach soooo!" und ich war erleichtert, dass er daraus keine Diskussion startete. Meine Klasse ist zwar sehr locker drauf und die Meisten wissen, denke ich, was ich bin. Dennoch wollte ich nicht vor dem Lehrerpult stehen und einen spontanen Vortrag über Rituale handeln – ich denke, es reichte uns allen nämlich schon, dass unter Anderem genau zu de Thema heute nämlich genügend Prüfungen anstanden.

School of Life

Unseren Lehrern schien nämlich allen gleichzeitig und erst zu Ende des Semesters einzufallen, dass man für ein Semesterzeugnis ja ein Notenschnitt notwendig ist und so hagelte es heute ausschliesslich Prüfungen statt Unterricht, über alle möglichen Themen: Kommunikation, ökologische Hauswirtschaft, räumliche Gestaltung mittels Farben und ihrer Wirken, Traditionen und Rituale, Kenntnisse über die grössten Weltreligionen... Alles ganz, ganz spannende Themen! Aber Prüfungen versetzen mich generell in Panik, vor allem in diesem Semester, in dem ich grundlegend das Gefühl habe, dass einfach nichts gut genug ist und ich sowieso nichts kann oder weiss.
Immerhin: Ich konnte überall was hinschreiben. Mal schauen, wies rauskommen wird.

Tanzende Raben im Schulhof
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Eben auf YouTube entdeckt... ;)

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So süss, wie die Nacktmulle auf zwei Beinen immer denken, dass wir Hamster während ihrer Abwesenheit brav im Käfig bleiben... >:3

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21
Jun
Litha 2017

17 Stunden.
17 ganze Stunden bin ich nun schon wach – und nahezu vollständig hat in dieser Zeit der Stern unses Sonnensystems gnadenlos auf mich herabgebrannt! Schon irre, wenn man mal so drüber nachdenkt...

 

Ich mag die warme Jahreszeit. Die Menschen sind gut drauf, alles um mich herum wirkt bunter, fröhlicher, leichter.
Aber diese Hitze! Diese Hiiiiiitze!! Jedes Jahr der gleiche Kampf... Und jedes Mal stehe ich als eindeutiger Verlierer da, oder viel mehr: Ich liege, wie so eine tote Fliege, ertrinkend im eigenen Saunasee, den ich zuvor jeweils trinken muss, um nicht von innen nach aussen zu verkokeln.
Dennoch ist Litha ein Sabbat, den ich ganz besonders mag. Normalerweise verkörpert er für mich das flammende und feurige Temperament Ungarns, denn seit Jahren habe ich dieses Jahresfest nicht mehr in der Schweiz praktiziert. Entsprechend war der heutige Tag für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber deswegen keineswegs schlecht.

Sonnenaufgang
Segnung des Korns
Lichtspektakel über dem Feld
Wolkenwelten

Mein Tag begann also, entsprechend dem Verlauf der Sonne, quälend früh. In heissen Nächten schlafe ich sehr schlecht und so musste ich mich förmlich selbst aus dem Bett prügeln, leise fluchend, dass arbeitsfreie Tage auch arbeitsfrei sein sollten. Doch davon konnte heute nicht die Rede sein, ganz und gar nicht, denn mein Tag war nicht nur geprägt durch die Sommersonnenwende, sondern auch durch gefühlt tonnenweise Schulmaterial, das es zwischendurch in Panik nochmals durchzubüffeln galt – all unseren Berufsschullehrern ist gleichzeitig und erst jetzt eingefallen, dass sie ja so etwas wie einen Notenschnitt für ein Semesterzeugnis brauchen und so gehen wir morgen nur in die Schule, um Prüfung an Prüfung zu schreiben. Entsprechend war mein Sabbat immer wieder sehr "weltlich" durchzogen und in der Praxis von Unterbrüchen geprägt, obwohl ich mir extra dafür freigenommen hatte. Meh.

 

Entsprechend eisern blieb ich dran.

Im Halbschlaf stolperte ich unter die Dusche, kleidete mich entsprechend dem Sabbat, mit Sonnenblumenreif im Haar und mit einem rosafarbenen Batikshirt, auf dessen Brust ein sonnenähnliches Muster prangt.


Noch in der Dunkelheit stolperte ich auf den Feldwegen ums Dorf gen Osten, wo der klare Himmel bereits rötlich schimmerte. Beim Aufgang der Sonne zollte ich Apollon mit dem Tamburin Tribut. Dann machte ich mich ans Segnen der Felder, die trotz der massiven, fast schon widerlich-krankhaften Überbauung Weychs noch zahlreich vorhanden sind (zum Glück!). Mit dem Fahrrad, den Schädeln, dem Medizinbeutel und dem Stab im Gepäck strampelte ich mich von Acker zu Acker, segnete Gerste, Mais, Rhabarber, Kopfsalate. Ab und an schenkten mir die Götter einen Anteil der Ernte, welche bereits vereinzelt abgeknickt am Feldrand lag. Ich nahm die Gaben dankend an und beschloss sie für den Altar zu verwenden.

 

Als würde der Himmel meine Bitte erhören, auf dass die Felder auch unter strahlendem Stern fruchtbar bleiben, tauchte gen Mittag eine Wolkenfront von Norden her auf. Kurze, warme Regenschauer fielen herab und bewässerten auch jene staubtrockenen Felder, auf denen keine Wasserwerfer aufgestellt waren. Dazu grollte der Donner, so, als antworte er mir auf mein morgendliches Trommeln. Dabei zeigte sich ein aussergewöhnliches Lichtspektakel am Himmel: Die Atmosphäre leuchtete von Baby- bis Königsblau und selbst graue Regenwolken waren in einer Aura aus Licht eingehüllt. Und das alles gleichzeitig, einer künstlerischen Kulisse gleich! Es war herrlich und sehr speziell mit anzusehen.

Mais-Segen
Lilium bulbiferum(?)
Das letzte Sonnenlicht
Litha-Altar

Nach dem Segnen der umliegenden Felder erstand ich mittels einer neuen 20er-Note, die ja in ihrer gestalterischen Darstellung den Licht-Aspekt verkörpert, auf dem Sternenplatz zwei Sonnenblumen. Ausserdem kaufte ich im angrenzenden Dorflädeli einen Fairtrade-Orangensaft, ehe ich mich wieder zum Haus begab.

 

Der kurze Heimweg führte mich auch am Haus meiner Onkel, die direkt nebenan in einem alt-ehrwürdigen Riegelhaus wohnen,vorbei. Sie besitzen viel grünes Land um ihr Heim und während sie im Vorplatz der Garage mit dem benachbarten Bauern einen ihrer Traktore richteten, erblühte in einem ihrer Gärten ein Meer aus Feuer-Lilien.
Während die klassische, weisse Lilie bei uns eher ein Trauersymbol ist und spirituell den Familiensinn verkörpert, so steht die orangerote Feuer-Lilie in den esoterischen Lehren als Zeichen für die Macht der Selbstbestimmung.
Ich wertete diesen "Eyecatcher" als Zeichen, denn Selbstbestimmung ist bei mir bereits beruflich zum grossen Thema des nächsten Semesters auserkoren worden...

 

Kaum war ich wieder im etwas kühleren Trocknen angekommen, machte ich mich am Altar ans Werk. Nebst den Sonnenblumen brachte ich viererlei Gaben mit: Ein Maisblatt, eine goldgelbe Gerste, ein Rhabarberblatt und ein Stück wilde Kamille, stellvertretend für all die "wilde", nicht von Menschenhand bewusst gesetzte Ernte, die sich im umliegenden Gebiet so findet. Ich gestaltete den Altar intuitiv, bereitete alles für die zweite Phase des Sabbats vor und machte anschliessend einen Cut, um meinen Schulstoff in Ruhe auffrischen zu können, alltäglichen Pflichten nachzugehen und dem Abendessen beizuwohnen. Erst dann zog ich mich wieder in mein Zimmer zurück, um mich dem feierlichen Abschluss des Fests wieder in Ruhe widmen zu können.

 

Ich schnitt eine Banane auf (natürlich bekam Seto, der neugierig angetrippelt kam, zur Feier des Tages auch ein winziges Stück), liess via Lautsprecher die zusammengestellte Playlist leise und subtil erklingen, aktivierte die Lavalampe, entzündete die Altarkerze und zog die nachtblauen Vorhänge, die mein Zimmer zuvor angenehm kühl hielten, zurück: Herein floss das letzte, goldene Licht des Tages, da mein Zimmer gen Westen ausgerichtet ist. Das Licht wanderte über die letzten Stunden am ganzen , ausgerichteten Altarmöbel entlang, bis es den Schrein des Gottes, auf dem alle Gaben platziert wurden, hell erstrahlen liess.

 

Während ich den Stab für ein Kraftfeld aktivierte, zeigten sich die Schädel begeistert und sogen die Energie förmlich in sich auf, um sie für den Rest des Jahres, in welcher das Dunkel zunehmend regieren wird, zu bewahren. Schliesslich wurde Apollon erneut mit dem Tamburin beschworen und feierlich verabschiedet.

 

Ich bin glücklich und zufrieden.
Auch wenn nicht alles nach Plan lief, so war es ein intensives Fest und ich bekam viele Inputs "meiner" ursprünglichen Göttergestalten, als hätte ich mich nach dem Herumirren in der eigenen, inneren Finsternis selbst wieder ein Stück weit gefunden. Ich fühle mich aufgehoben und habe das Gefühl, dass alles wieder gut wird, trotz allem, das gerade belastet, im Grossen wie im Kleinen.

 

Ich blicke nach vorne.
So mote it be.

Ritueller Ausklang
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Möge das Licht der Hoffnung stets hell erstrahlen, auch in dunklen Zeiten wie diesen...
Ich wünsche Euch von Herzen ein inniges, gesegnetes Litha!
Blessed be!

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Der Gesang der Berge

"As above, so below."

 

Diese wiccanische Weisheit trifft durchaus sehr treffend auf Cirrus und mich zu, zumindest was einige unserer Charaktereigentschaften betrifft. Wir sind ein gutes Team, weil wir uns entsprechend ergänen.

 

Ich komme sehr nach meiner Mutter: Die Welt ist mein Zuhause, die Ferne meine Heimat. Ich liebe die unendliche Weite der ungarischen Puszta, die sich bis weit über den Horizont hinaus erstrecken kann. Die hohen, oft kalten Berge der Schweiz empfinde ich, umgekehrt, eher als einengend, gar bedrohend, da sie die Nebel in die Täler einkesseln, und mir damit die klare Sicht auf alles nehmen. Sie bestehen aus harte, unnachgiebigen Gestein, oftmals umgeben von Eiseskälte. Seit dem Tod unseres Vaters, meiner einzigen Schnittstelle zu diesem Land, verkümmert meine Sympathie für Helvetien zunehmend und auch grösstenteils ungebremst.

 

Ganz anders Cirrus: Diese Seele ist kein Schweizer, sie ist Eidgenosse.
Er ist kein Kind der heissblütigen Ebene, viel mehr strebt er nach den höchsten Gipfeln einer Nation, die nach aussen hin, ähnlich wie er, unscheinbar wirkt, während sie in Wahrheit ungeahnte Schätze beherbergt.  Cirrus ist der Einzige, der sich nach einem Ungarn-Trip wieder auf "dihei" freut, loyal ergeben und mit einer stoischen, fast schon snobistischen Inbrunst der Überzeugung – ohne das jetzt abwerten zu wollen, ganz ehrlich, irgendwie finde ich das sehr bewundernswert! Er ist die Ruhe selbst und er steht mit beiden Beinen fest auf der Erde, obwohl seine Seele höheren Sphären angehört... Und umgekehrt bin ich der stürmische Geist, den Kopf immerzu in den Wolken, der oftmals schmerzhaft wieder auf den Boden der Tatsachen aufprallt.

 

Wie auch immer.
Jedenfalls war heute schönes Wetter, uns bat sich eine glückliche Gelegenheit und so wollte ich ihm den Wunsch nicht verwehren, sich in stürmischen Zeiten auf dem Boden zu erden und weiter zu verwurzeln, der uns nunmal "arbeitstechnisch unterstellt" ist.

 

So besuchten wir heute den Rigi Kulm, den höchsten Gipfel eines Bergmassivs, das hoch über der Wiege der Nation thront.

Wir wählten bewusst den Sonntag, den Höhepunkt der Kraft in der astrologischen Woche... Wir planen ja eine aufbauende Energie, die sich wellenförmig vom Berggipfel über das ganze Land legen sollte.
Mit dem Zug genossen wir eine lange und gemütliche Fahrt, erst vorbei am Zürisee, dann am Zugersee entlang, wo der Rigi Kulm sich bereits von weitem her in voller Pracht offenbarte.

 

Da wir ein Weilchen auf das Rigibähnli warten mussten, schauten wir noch kurz bei der nahen, katholischen Kirche von Arth-Goldau vorbei. Im Vergleich zu den ungarischen Prachtbauten wirkte sie in meinen Augen direkt schlicht, jedoch zeigten sich die Kristallschädel im Rucksack begeistert ob der Gelegenheit spirituell vorab wirken zu können, als eine Art "Aufwärmübung", und auch Cirrus war dem gerade beginnenden Gottesdienst als Christian Wicca nicht unbedingt abgetan.

Und während das Trio im Kirchenschiff beschäftigt war, wartete ich davor und lauschte den Glocken, die schallend ihren Segen gen Himmel trugen, wo das Auge der Göttin bereits zur frühen Stunde als Sichel zwischen den alten Dächern silbern leuchtete.

Auf der obersten Spitze des dröhnenden Kirchturms glänzte ein goldenes,
ungarisches Kreuz in der Sonne, als liesse es die Liebe meiner Herzensheimat, wo es allgegenwärtig scheint, tröstend auf mich niederstrahlen, einem Hoffnungslicht gleich. Ich beachtete dieses Zeichen und fühlte mich sicherer, obwohl ich noch nicht genau wusste, was uns auf diesem Abenteuer erwarten würde...

Rigi Kulm
Cirrus arbeitet energetisch
Steinmannli
Gipfelkreuz am Rigi Kulm

Schliesslich fuhren wir mit der Zahnradbahn auf den höchsten Gipfel des Rigimassivs, fast 1800 Meter über Meer. Cirrus grinste breit und zeigte ausserordentlich gute Laune, obwohl ich ihm zuvor mit meiner neusten Errungenschaft, einem veganen Sonnenschutz, wortwörtlich eine ordentliche Abreibung verpasste. Ihn schien jedoch nichts zu stören, auch nicht der Druckausgleich, der in der Höhe stattfindet: Während ich bereits im Aufweg innerlich jammerte, zeigte er keinerlei Beschwerden, sondern klebte fasziniert an der Fensterscheibe das Bähnleins, das uns höher und höher emporhob.

 

Als wir zur Mittagszeit, dem höchsten Stand der Sonne, auf dem Rigi Kulm ankamen, fanden wir (wie erwartet) zahlreiche Touristen vor. Doch trotz des Ansturms schienen die Kristallschädel dafür zu sorgen, dass uns die Ruhe zugestanden wurde, die wir für unser magisches Werk benötigten: Mitten auf einer Alm, auf der noch die herrlichsten Frühlingsblumen wild erblühten, fanden wir einen ruhigen Fleck. Wir bauten mit unseren Stäben ein Kraftfeld auf, setzten die Schädel auf die Wiese und liessen sie ihren Segen vollziehen, während wir selbst mit den Stäben unseren energetischen Anteil beisteuerten. Die Prozedur dauerte recht lange; über eine Stunde lang schufen wir ein sich wellenförmig ausbreitendes Netz über das ganze Land, auf dass es geschützt und von Unglück verschont bleibt. Anschliessend konnten wir uns endlich frisches Quellwasser, je ein Weggli und einen Apfel zum späten Mittagessen gönnen.

Rigi-Klösterli
Magie in der Kirche
Licht an die Lady
Bote der Winde

Den kleinen Powerschub der mitgebrachten Mahlzeit sollten wir bitter nötig haben, wie sich bald herausstellte, denn sowohl Cirrus als auch die Kristallschädel bestanden darauf, den Abstieg weitgehend zu Fuss zurückzulegen – so blieb mehr Zeit, um den Berg spiralförmig mit seiner Basis zu erden und energetisch zu festigen. Ich war mir der Mittagshitze und meines Übergwichts schmerzlich bewusst, ausserdem machten mir die Ohrenschmerzen, die ich durch den Druckausgleich erhielt, arg zu schaffen. Aber was will man gegen so eine motivierte Horde schon machen? ;)

 

Wir wurden auf spezielle Art für die Mühen belohnt. Nicht nur, dass sich keiner von uns beim Abstieg etwas brach, uns begleiteten auch zahlreiche Schmetterlinge die ich ebenfalls wieder als Zeichen meiner Herzensheimat wiedererkannte auf dem Weg und wir begegneten so manchem Steinmannli auf dem kurvenreichen Weg, der zurück ins Tal führte. Auch kamen wir an einigen Hotelbauten vorbei, denen man die langen und fordernden Jahren des Berges deutlich anmerkte. Ich fand diesen Anblick sehr spannend, sowohl optisch als auch historisch.

 

Irgendwann begann es mich zu wundern, wie gut mein Körper den Ohrenschmerz wegsteckte. Ob es am langsamen Abstieg lag? Froh und dankbar war ich jedenfalls dafür, denn es erleichterte mir vieles.

 

Schliesslich, als wir nach über einer Stunde auf rund 1300 Meter über Meer herabgestiegen sind, kamen wir beim Rigiklösterli, das der Maria zum Schnee geweiht ist, an. Die äusserlich unscheinbare Kapelle gilt als eine der berühmtesten Wallfahrtskirchen des Landes. Entsprechend rechneten wir damit, dass sie an einem Sonntag gut besucht war, jedoch waren wir nahezu eine volle Stunde lang fast komplett alleine darin! Lediglich 2-3 Besucher kamen kurz herein, gingen aber jeweils recht bald wieder weiter. So war es uns tatsächlich möglich, erstmals offen in einer helvetischen Kirche magisch zu arbeiten, noch dazu in einer derart prächtigen, denn das schlichte Äussere täuschte ordentlich!
Die Kristallschädel waren darüber hocherfreut und pulsierten schwingungstechnisch entsprechend, während Cirrus und ich zu Friedensgebeten meditierten.
Zum Schluss
stifteten wir dem Klösterli zum Dank nicht nur einige Münzen, sondern auch ein von uns gesegnetes Licht, das wir vor dem Hochaltar platzierten – Plaketten gab es im Vorzimmer schliesslich genug und selbst da liessen wir frommen Pilgern ein paar Geschenke zurück: Sämtliche, ungarische Heiligenbilder und Marien-Medaillen, die wir bei uns trugen.

 

Als wir nach einem Coupe Romanoff im nahen Berghotel den Rest der Rückreise antraten, waren wir alle erschöpft, aber gllücklich. Wir hatten viel gegeben und werden damit viel erreichen.

So mote it be! Blessed be!

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18
Jun
Himmelwärts

Cirrus sitzt am Frühstückstisch, während ich hochprofessionell und natürlich in entsprechend völliger Ruhe (im Ernst, ich kann sehr subtil Panik schieben!) in den letzten Minuten vor Abreise den Rucksack packe.

 

Gute Tageskarten? Check.
Gesunder Proviant? Check.

Gefühlt drölfzig Kubikliter stilles Trinkwasser? Check.
Neue, noch nicht kaputt gelatschte Sneaker? Check.
Sonnenschutz und Wanderhut? Check.
Leichte Jacke? Check.
Deo, Pflaster und sonstige, beste Freunde? Check.
Zugtickets und Stutz? Check.

Gutes Wetter? Check. Also, hoffe ich mal.

Gaben für den Berg? Check.
Gaben für das Klosterkirchlein? Check.
Pu? Check.
Belle? Check.
Beide Medizinbeutel? Check.
Beide Kristallstäbe, samt Karten? Check.

Ächz? Check, absolut Check!

 

Wir lesen uns heute Abend... Ich bin mir sicher, es gibt viel zu erzählen.
Viszlát!

Erhabene Freiheit
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17
Jun
Uff...
"Die nächste Arbeit wird kürzer. Bestimmt!"

So langsam muss ich jedes Mal selber heimlich grinsen, wenn ich Semester für Semester felsenfest überzeugt gelobe: "Aber diese Arbeit wird kein Roman mehr! Bestimmt!"... :'D

 

Ausserdem habe ich offene Rechnungen beglichen, ÖV-Tickets besorgt, im Szupermarkt und im Magick Shop eingekauft, in der Bahnhofskirche vorbei geschaut, mich im Regiozug unfreiwillig mit religiöser Hetze in Form herrlicher Halbwahrheiten konfrontieren lassen (Dachtet Ihr etwa ernsthaft, die Hexenjagden seien seit dem finsteren Mittelalter endlich Geschichte? So was gäbe es in einem Zeitalter der political Correctness nicht mehr? Pffff.), Cirrus für morgen schon mal blitzeblank geschrubbt und getrimmt, gekocht, meine Arbeit getippselt und und und.
Ich denke, das Zimmer kann bis zum Neumond warten, ganz ehrlich.
Auch ich brauche mal eine kleine Pause – vor allem, wenn die Arbeit morgen in aller Frühe weitergeht.

Vegi-Frühlingsrollen und Schweizer Erdbeeren
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17
Jun
Tagesauftakt
Sonnenaufgang bei Weych

Ich bin seit ca. 6 Uhr morgens wach, da der kleine, fluffige Terrorzwerg, der neben meinem Bett wohnt, scheinbar sein Nageherzchen als Abrissbirne gegen das ihn umgebende Glas anwendet...


Passt scho, denn ich sollte ohnehin nicht zu lange untätig im Bett bleiben, Depression hin oder her.

Ich hab heute (trotzdem) Einiges vor, auch wenns meinem protestierenden Körper nicht wirklich in den Kram passt. Unter Anderem geht es dafür nach Züri:
* Den Diätplan einhalten, in der Stadt nicht dem lockenden Fast-Food-Frass verfallen
* Kurz im Magick Shop vorbei schauen, ich brauche endlich einen Beutel für mein Tarot
* Friedensdienste in der Bahnhofskirche
* Offene Rechnungen begleichen
* Pläne für Szeged ausdrucken
* Meine Arbeit zum Ausflug fertig schreiben und pünktlich senden
* Zimmer putzen und rituelle Reinigung beim Duschen, da abnehmender Mond + Tag des Saturns

 

Ihr seht: Weniger bloggen, mehr anfangen.
Viszlát, Euch allen einen gesegneten Tag!

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Oder sollte ich besser schreiben "zickige Natur"?

Das vorgenommene Schwimmtraining für morgen kann ich jedefalls vergessen, da mein Körper heute beschlossen hat, meine Pläne mit seinen ganz eigenen Mitteln zu durchkreuzen...

 

Während ich heute früh noch problemlos zwei Kilometer zur Bahnstation laufen konnte, hat mein Körper im Zug, vor Antritt meines Arbeitsprojekts, spontan beschlossen: "Oh! Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, vier Tage zu früh für Schmerzen, Qualen und ein andauerndes Ekelgefühl zu sorgen! Hurra!"

 

Mögen mich die Kampffeministinnen jetzt ruhig für meine Haltung zerfleischen...
Natürlich bin ich froh, dass mein Körper einwandfrei funktioniert.

Aber ich kann mich auch als Frau akzeptieren, ohne dabei Bauchkrämpfe, Übelkeit und verunstaltete Unterwäsche schönzulügen. Deal with it. ;)
(Zumal ich ohnehin nicht einsehe, warum ich mir das ganze Theater überhaupt geben muss – ich will ja nicht mal Kinder! Unfair! Mimimi!)

 

Zumal der Zeitpunkt mal wieder selten dämlich ist, ganz ehrlich.
Ich hatte am Mittwoch und am Donnerstag frei, um mich in Ruhe auf das Projekt am Freitag vorbereiten zu können! Stattdessen kam mir heute das Mittagessen postwendend wieder hoch, der kilometerlange Wandermarsch wurde durch einen ultrakurzen Spaziergang im Dörfchen ersetzt, meine Arbeitskollegen mussten den ganzen Rest ohne mich erledigen und ich sitze nun hier, tippe meine Arbeit und bin unzufrieden.

 

Und nichts hilft. Keine Pillen, keine Wärmekissen, keine Tees. Lediglich rumliegen, jammern und wenigstens an der Arbeit schreiben.

 

Meh.

Blutmond
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Ich liebe das weisse, reine Licht, welches das Grau besiegt, Sekunde um Sekunde.
Ich liebe den Donner, der dem angestauten Groll endlich Luft verleiht.
Ich liebe den Regen, der uns von allem befreit, was nicht mehr sein soll.

Ich liebe die tragende Brise, die uns in der sommerlichen Hitze des Gefechts leitet.
Ich liebe die ruhige Luft, die belebt die Sinne erfrischt.
Ich liebe die letzten Tropfen, die Juwelen der roten Abendsonne.
Ich liebe den erlösten Himmel, der uns nach nur kurzem Sturm erneut endlose Möglichkeiten eröffnet.

Sonnenuntergang über Weych
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Ich versuche es wenigstens......

Vollkorn-Toast mit Käse und Rührei
Das neue 20er-Nötli

Ich habe allerhand Papierkram erledigen können. Zusammen mit Anya haben wir das Zimmer von Cirrus gnadenlos einem späten Frühlingsputz unterzogen, von oben bis unten, was auch bitter nötig war. Ausserdem habe ich ums Haus und in meinem Zimmer für Ordnung gesagt. Alte Poster haben nach Jahren wieder ihren Weg an die Tür gefunden – ich brauche die jugendliche Stärke aus alten Tagen, aus Zeiten, in denen ich einfach war, ohne mich dauernd selbst zu hinterfragen und unsinnig durch zerfressende Selbstzweifel zu blockieren...

 

Zum Frühstück gab es süsse, reife Nektarinen und einen Erdbeerjoghurt, zu Mittag bastelte ich mir einen Vollkorntoast mit Gruyère und Rührei. Zum Abendessen gab es dann Reis mit Pilzen und Bohnen. Ausserdem trank ich bei dieser Hitze literweise stilles Wasser, wie bereits gestern schon.
 

Es war also ernährungstechnisch ein recht ausgeglichener Tag und mein Körper dankt es mir, indem er wieder den alten, vertrauten Bewegungsdrang zeigt. Morgen steht ein Ausflug mit zwei Klienten an, worauf ich mich schon sehr freue, da er ganz in der Nähe meines Dorfes stattfinden wird, also quasi in "meinem Reich". ;)
Samstags gehts dann voraussichtlich mit Cirrus wieder ins Hallenbad und am Sonntag ist sogar – dank Pu und Belle – ein Ausflug auf den
Rigi Kulm geplant, also ins noch ursprüngliche Herz der Nation.
Ich bin gespannt... Zumindest könnte ich in der Zeit Dümmeres anstellen, als ein paar Fettpölsterchen aktiv abzubauen.

 

Heute begnügten Cirrus, der heute gewohnt geschlaucht vom Waldtag zurückkehrte, und ich jedoch lediglich mit einem kleinen Finanzzauber am späten Abend. Der Donnerstag, der astrologisch dem Erfolgsplanet Jupiter untersteht, eignet sich dafür bekanntermassen besonders gut... Cirrus hatte seine helle Freude am neuen 20er-Nötli, das wir heute beim Wocheneinkauf als Rückgeld erhielten. Die zweite Banknote der neuen Serie, die farblich (wie bereits ihre Vorgängerin) in einem zarten Altrosa gehalten ist, verkörpert das Licht und die Kreativität des Landes. So sind auf ihr hübsche Kaleidoskopmuster und farbenprächtig schattierte Schmetterlinge abgebildet sowie eine Hand, die mittels einem prismatischen Körper einen Regenbogen erscheinen lässt. Auch gibt es einen Globus, der von Sternbildern umgeben ist. Unter ihm befinden sich die astronomischen Distanzen von berühmten Sternen zur Erde in Lichtsekunden, umgeben von einem Band "glitzerndem Sternenstaub". Es ist also nur zuuu verständlich, dass Cirrus sich als Sternenpriester einen Narren am neuen Bargeld gefressen hat! In Zeiten der ewigen, fast schon nervig-künstlichen Dauerdigitalisierung finde ich diese Wertschätzung sehr schön, ganz ehrlich.

 

Wir baten Fortuna darum, unsere Sorgen davonzuschwemmen und uns weiterhin das zukommen zu lassen, was wir einfach nur zum Überleben brauchen. Haltet es ruhig für unfassbar, aber in einem vermeintlich reichen Land gelten inzwischen über 140'000 Menschen als tatsächlich arm und das sind, wohlbemerkt, nur die, die von Statistiken erfasst werden! Hinzu kommt bei uns, dass wir so ziemlich durch alle sozialen Raster fallen, durch die man nur fallen kann... Es ist also alles Andere als leicht, erst recht, wenn das Thema Geld hier immer noch ein massiveres Tabuthema ist als die Menstruation der Frau. Keine Pointe. Leider.

 

Jetzt ist es Zeit für eine abendliche Abkühlung...
Der kurze Regenschauer hat nachgelassen, als mögen die Götter unsere Sorgen im Schutze der nahenden Nacht fortspülen. Ich habe das Verlangen nach einer Dusche.

 

Viszlát!
Morgen wird ein fordernder Tag.

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"♫ Please, take me as I am...! ♪" 海馬 瀬人

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Ihr kennt das: Da will man sich für den dritten Weltkrieg rüsten und dann passt der Notvorrat einfach nicht durch die Bunkerluke! >.<


*mecker, mecker*
*zerr, zerr*

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Fine, it's always just fine...

Während meine Umwelt die gesellschaftlich anerzogene Lüge stets bereitwillig glaubt, dass es mir gut geht, versinke ich in Wahrheit einmal mehr in einem Loch ohne erkennbaren Ausweg...

 

Es sind Tage, an denen ich das Gefühl habe, nichts richtig machen zu können.
Dass einfach nichts gut genug ist.
Die beruflichen Ankündigungen der kommenden Monate begannen für mich mit Angst, Irritation und dem Gefühl, ohnehin schon verloren zu haben.
In der Berufsschule hole ich mir keine Noten mehr ab, weil ich sowieso weiss, dass sie nicht so perfekt sind, wie sie alle um mich herum scheinbar mühelos erhalten.
Hinzu kommt, dass sich unsere Lebensbedingungen kontinuierlich verschärfen, es aber scheinbar keinen interessiert, ausser wen es etwas zu holen gibt. Nur beim Geben, da scheint keiner zuständig.
Und – um dem Wahnsinn noch die Krone aufzusetzen – auch mein aktuelles, privates Umfeld fordert fleissig von mir ein, während es mich am sonsten allein mit meinen Gedanken lässt und erst noch mit nichts zufrieden scheint, obwohl ich gerade meine letzten Energiereserven mobilisiere.

 

Man erwartet von mir gnadenlos, dass ich einfach irgendwie funktioniere, in absolut allem.
Dass dieses grobe Geknorze meine innere Mechanik nur noch weiter verbiegt und beschädigt, das will entweder keiner wissen, oder es ist einfach tatsächlich jedem Einzelnen egal.

Lucy mit Pentakel
Lucy am Altar
Lucy mit Lenormandkarten

Es sind Wochen, Tage, endlos lange Stunden, in denen mir Lucy besonders fehlt.

Ich habe schon viele Seelen verabschieden müssen, aber mit ihrem Ableben tue ich mich bis heute jeden einzelnen Tag schwer...
Lucy war diejenige, die treu ergeben drei Stunden lang an der Buszhaltestelle auf mich wartete.
Lucy war diejenige, die mir auf keinem kilometerlangen Marsch je von meiner Seite wich.
Lucy war diejenige, die mich nicht nur im Alltag loyal und voller Mitgefühl begleitete, sondern auch bei zahlreichen Ritualen, Zaubern und Divinationen eine ausgesprochen begabte Bereicherung war.

 

Sie verstand einfach. Und sie wusste zu trösten.

Denn sie war einfach da, in aufrichtigem Interesse. Mehr brauchte es eigentlich auch nie.

 

Seit sie gegangen ist, hat sie eine tiefe, tiefe Narbe hinterlassen, die einfach nicht heilen will.
Und seither ist mir auch bewusst geworden, wie grenzenlos alleine ich eigentlich bin.

 

Sie fehlt mir.
Unser *wir* fehlt mir.
Und seither auch zunehmend die Hoffnung, dass das Gute in diese Welt, meine Welt, zurückkehrt...

Dafür, dass Litha quasi vor der Tür steht, befinde ich mich emotional bereits jetzt in den dunkelsten Stunden, die erst noch folgen werden.

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Starke Ameise
Fleissige Arbeiterin
Erdmannli beim Ameisenbau

Es war ein langer Tag – und er ist noch lange nicht zu Ende, denn ich habe noch einige Arbeiten zu korrigieren, in der Hoffnung, dass meine Ausbildnerin nicht so unter Zeitdruck gerät...

Auf der Arbeit war ich heute engagiert; viele Aufgaben waren vorzeitig erfüllt. Jedoch war ich auch irgendwie verpeilt, denn Vieles rutschte mir heute aus der Hand oder landete nicht da, wo es landen sollte. Uff! Immerhin kam ich heute mal dazu, mein Mailfach auf dem kantonalen Justizserver zu entrümpeln und in die Flughafenkapelle habe ich es nach erledigtem Tagwerk auch noch geschafft.
Dort liess ich die Weisheit des Tages auf mich wirken und entzündete ich Lichter im Namen der Hoffnung, der Liebe und des Friedens, sowie eine Flamme für meine Familie. Als Dank übernahm ich die Kosten für fünf Kerzen und legte sie mit einer Notiz für kommende Besucher bereit, ganz im Sinne des
Schmetterlingseffekts. Ich reinigte den Kerzenhalter so gut es ging, indem ich erloschene Wachsklumpen aus der Halterung entfernte, um Platz für neue Lichter zu schaffen. Ausserdem deponierte ich drei kristallbesetzte Kugelschreiber beim Gästebuch, in das ich einmal mehr einen Segensgruss eintrug. Mal sehen, wie lange die Freude währt... Entweder sind derartige Gesten dieser heiligen Halle sehr gefragt, oder (was ich eher vermute/befürchte) persönlicher Einfluss scheint in der eher kühl designten Kirche nicht weiter erwünscht zu sein. Zumindest versucht habe ich es!

 

Auf dem langen Heimweg entdeckte ich einen Ameisenhaufen, während ich auf den Busz wartete. Ich war beeindruckt von der Stärke der fleissigen Tiere, die unermüdlich Gegenstände schleppten, die um ein Vielfaches grösser waren als sie selbst! Und mir fiel auf, mit welcher Selbstverständlichkeit wir diese winzigen Tiere gerne übersehen, zusammen mit so Vielem, was eigentlich immer wieder toll und erstaunlich ist:

 

* Pflanzen, die sich durch Beton- und Asphaltritzen kämpfen
* Die vielen, verschiedenen Blumen am Wegesrand
* Das Glitzern von frischem, sauberen Quellwasser aus zahlreichen Dorfbrunnen
* Die Wolkenschlösser, die von den rasenden Winden stets neu geformt werden
* Die Farbpalette eines Sonnenuntergangs, von Goldgelb bis zum Violett der nahenden Nacht
* Die unendliche Tiefe einer klaren Sternennacht
* All die Menschen um mich herum, die einander freundlich und hilfsbereit begegnen

 

Das sind lediglich Eindrücke, die ich heute bewusst wahrgenommen habe...


Unsere Welt ist voller Wunder, jeden Tag.

 

Es mag lächerlich wirken sich als 27-jährige Frau über solche Kleinigkeiten zu freuen, aber ich persönlich bin sehr dankbar für diese Gabe, solche Dinge zu erkennen und aufnehmen zu können.
Meine Sicht der Dinge ermöglicht es mir, nicht auf die Lüge "alles ist schlecht" hereinzufallen.
Sie lehrt mich stattdessen das Leben an sich zu lieben, so oft ich auch Rückschläge erleiden mag.

Und dafür bin ich wahrhaftig sehr, sehr dankbar!

Jupiter, Spica & Arcturus über Weych
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Dem sonnigen Tag zum Grusse! (:
Schmücken wir ihn mit unseren schönsten Tagträumen...

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11
Jun
Tagesauftakt

Es ist eher selten, dass ich es morgens an den Laptop schaffe, da meine Tage mich oft schon sehr früh in Beschlag nehmen... Allgemein fordern mich diese und die nächste Woche stark ein. Es steht so Vieles an, es kommt immer wieder so viel dazwischen, dass ich teilweise nicht mehr weiss, wo ich all diese Ressourcen auftreiben soll, was sich entsprechend auf meine Psyche auswirkt, was wiederum die Wenigsten interessiert. Jedenfalls bin ich froh, wenn endlich das nächste Wochenende da ist.

 

Der Plan für heute lautet:
* Den Diätplan einhalten, Frühstück/Mittagessen von zu Hause mitnehmen
* Gute Arbeit im Spätdienst leisten (der mir biorhythmisch einfach nicht richtig liegen will)
* Abends kurz in der Flughafenkirche vorbei schauen
* Ab und zu mal durchatmen und die Gedanken bewusst ausbremsen

 

So... Die Pflicht ruft nicht, sie schreit. Leider.
Viszlát! Habt einen tollen Tag! ♥

Tageskarten
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09
Jun
Bloodbound

"Ein Bruder und eine Schwester, nichts Schöneres kennt die Welt.
Kein Band im Leben hält fester, wenn einer zum anderen hält."
 – Unbekannt

ありがとう、 弟ちゃん. ♥

Brother...
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Was macht man, wenn einen der doofe Nacktmull auf zwei Beinen nicht mehr Futter für die leeren Hamsterbacken geben will?

 

Man verleiht seinen Worten (ausdrucks)stark Nachdruck, ganz klar! >:3
*zückt wild entschlossen einen der ungarischen Degen aus der Waffenkammer*

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Bereits früh wurde heute für den abendlichen Esbat vorbereitet, denn da ich heute zu Besuch an einer heilpädagogischen Schule war (Was einfach nur toll war! ♥), kam ich heute bereits früh von der schulischen Arbeit zurück.

 

Cirrus stand bereits früh in den Startlöchern. Er hat sich, nach Monaten des sorgfältigen Abwägens, nun endlich dazu entschieden, wo er seinen Spiraltänzer, den er von Ungarn her mühsam in die Schweiz geschleppt hat, anbringen möchte: Und zwar an unserem geliebten Holunderbaum. Sogleich brachten wir ihn an einem Ast an, der sich wie geschaffen dafür in annehmbarer Höhe über unseren Köpfen herabbog. Kaum war er angebracht, kam auch schon ein Windstoss aus dem Nichts und liess den regenbogenfarbenen Spiralstab elegant um sich selbst tanzen. Gebannt sahen wir zu; es hat etwas Hypnotisches und Beruhigendes, obwohl es an sich eine sehr lebhafte Bewegung ist...

Erdbeermond 2017
Esbat-Altar

Beim zur Zeit späten Einbruch der Dunkelheit ermöglichte uns ein klarer Himmel einen herrlichen Blick auf einen prächtigen Erdbeermond, der in seinem Glanz die Nacht zum Tag machte.

 

Wir bauten einen kleinen Esbat-Altar auf, dessen Basis aus Aluminiumfolie bestand – sie repräsentierte den Meeresspiegel der Mondgöttin, das Silber unterstrich ihre angenehme Kühle, die unsere hitzegeplagten Tage erfrischend belebt.
Darauf platzierten wir die Friedenskerze, Muscheln, eine Amazonitkette, eine ungerade Anzahl an Schneckenmuscheln, die mir
Jackie einst schenkte, sowie die fünf klaren Lichtdiamanten, die ich von meiner Mutter zum Geburtstag erhielt.
Natürlich durften auch im Vollmondlicht aufgeladene Kraftsteine, der Marien-Rosenkranz unserer Mutter, Flaschen voller Weihwasser, unsere Kristallstäbe und die beiden Kristallschädel nicht fehlen...

 

Unsere Festlichkeit dauerte zwar "nur" von 21 Uhr bis gerade eben, also bis kurz vor Mitternacht, jedoch war sie innig und erfüllt von intensiven Friedensmeditationen, melodischen Gesängen und guten Wünschen.
Es war wunderschön und das ist für mich die Hauptsache!

Danke.

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Aktuelle Lektüre

Während ich seit Tagen, magisch wie auch im Alltag, mit allerhand Papierkram schwer beschäftigt bin, so zog sich dieses Muster auch heute weiterhin fort – allerdings in einer sehr angenehmen und teilweise auch überraschenden Weise...

 

Zu Beginn des Tages schaffte ich endlich eine meiner aktuellen Lektüren fertig: Der Krimiroman, der mich neulich an einem Kiosk förmlich ansprang, steht seinem nicht minder beliebten Vorgänger in nichts nach. Die Spannung hält sich bis zum Ende, das Buch hat einen herrlich-lockeren Schreibstil und das Tarot wird erstaunlich praxisreal und fair in die Story integriert.

 

Kaum hatte ich also das eine Buch beendet, rutschte dank Fortuna bereits ein würdiger Nachfolger an seine Seite: Im Secondhand-Buchladen meines Vertrauens konnte ich beim Feierabend-Stöbern sehr günstig einen kleinen Literaturklassiker des modernen Hexentums erstehen. Das Werk ist in einem sehr guten Zustand, es beinhatet lediglich ein paar Knicke... Und natürlich eine Vielzahl an nützlichen Informationen aus der magischen Praxis sowie theoretische Ergänzungen, denn bekanntlich lernt man ja nie aus und tatsächlich war mir bisher noch nicht alles aus dem Buch bekannt.

 

Bei meiner Rückkehr erwartete mich ein voller Briefkasten. Während ich mit einem tiefen Seufzer bemüht darum war, ob all der hohen Rechnungen nicht gleich einen Herzinfarkt zu kriegen, machte mein kleines Fangirlherz dennoch einen ordentlichen Hüpfer, allerdings vor Freude; denn in zwei grossen Kuverts kamen alte Animemagazine aus den frühen 2000ern an – und mit ihnen ein gutes Dutzend an Zeitungsartikeln, Postern und Bildern rund um Seto Kaiba, dem Mann, der mich bis heute noch immer massgeblich in meinen Werten prägt! Ich konnte die Hefte vor einigen Tagen für jeweils 1€ auf ebay günstig ersteigern.
Bis zu den nächsten Pflichtterminen in Sachen Arbeitsabgaben und Prüfungslernereien wird der öde Papierkrieg also zunehmend auch durch hormonverseuchtes Schnipseln und Einkleben geprägt sein... Einer der wenigen Arbeitsaufwände, der mich ehrlich freut. ♥

Ein Hauch Nostalgie! ♥
Nicht ohne Grund mein Vorbild... #TeamLilBro
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Puuuuh, was bin ich kaputt!
Dabei habe ich heute körperlich wesentlich weniger unternommen als gestern... Stattdessen schlief ich heute viel zu lange aus, gamte gemütlich vor mich hin, räumte ein bisschen auf, programmierte und mailte hier und da etwas und schrieb den einen oder anderen Zauber in mein Schattenbuch – dabei sind es genau diese Dinge, die mir ein hohes Mass an Konzentration abfordern und mich somit mehr zermürben wie jegliche Körperbetätigung!

 

So ging der Tag recht flott herum. Ich hab zwar nicht einmal die Hälfte von dem geschafft, was ich eigentlich erreichen wollte, dennoch kann ich auf Einiges zurück blicken, was ich heute geleistet habe und dafür bin ich dankbar.

Jetzt liegt eine lange Dienstwoche vor mir... Ich freue mich und bin gespannt.

Mein Buch der Schatten
Geheime Kalligraphiekunst
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Photo by movie_2_go

Ich tauche hinab.
Stille.
Ruhe.
Harmonie.
Alles scheint fern.
Nichts ist hier: Kein Trump, kein Terror, keine Hektik, kein Krach.
Die Schwere meiner Gedanken zieht mich in ungeahnte Tiefen, obwohl ich in der Leichtigkeit schwebe.
Ich öffne die Augen.
Ich sehe.
Keine Finsternis.
Nur das Blau eines Himmels, der keiner ist.
Über mir ist der Spiegel.
Ich berühre meine eigene Hand, durchbreche die Dimension:
Die Energien wirbeln um mich; es sind Boten der Luft.
Vor mir liegt der Graben.
Ich lächle.
Es fehlt mir an nichts, nicht einmal an Sauerstoff, denn der Moment ist perfekt.
Ich passiere die Schräge.
Vor mir liegt die Tiefe.
Nichts Bedrohliches, im Gegenteil: Es ist die Freiheit, die ich erblicke.
Und doch sehe ich den Weg, meinen Weg.
Schnurgerade liegt er vor mir, wie die Flugbahn eines Pfeils.

 

Ich weiss, dass ich bin.
Ich bin hier richtig.
Ich bin glücklich.

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04
Jun
Wasserzauber
Hallenbad Bülach-Hirslen
Cirrus unter dem Regenschauer

Das Wetter meinte es heute gut mit uns, obwohl die Wetterfrösche das Gegenteil vorhergesagt wurde. Es war warm und es wurde im Laufe des Tages sogar sehr sonnig und sommerlich. Cirrus und ich nutzten diese Gunst der Stunde und suchten, nach langer, unfreiwilliger Pause, endlich mal wieder das unser Stamm-Hallenbad in der Region auf.

 

Entsprechend möchte ich diese Gelegenheit einmal nutzen, um ein wenig über die Magie meines kleinen Bruders zu reden. (Wobei "klein" schon lange nicht mehr angebracht ist, da er mich inzwischen über einen Kopf überragt – was waächst der Kerl auch nur in die Höhe statt in die Breite, bei all den Massen an Pommes?! Egal...) Ich finde, er ist selbst ein bisschen wie das Element Wasser, das er so sehr liebt: Äusserlich erscheint er still, lediglich die Aussenwelt reflektierend, ähnlich einer ruhigen und friedlichen See. Tief unter seiner Oberfläche erstrecken sich jedoch ungeahnte Tiefen, die wahre Schätze wahren... Cirrus ist in meinen Augen tatsächlich ein kleiner Grossmeister, denn einerseits erscheint er völlig unscheinbar und schlicht, jedoch hat er in Wahrheit ein unfassbar feines Gespür für Energien und er begreift sehr viel mehr als es auf den ersten Blick den Anschein macht, gerade im Zusammenhang mit Fabelwesen. Speziell ist er von Meerjungfrauen, Feen und Einhörnern angetan, aber auch von Elementen der Huna-Spiritualität, denn er scheint ein starkes Bündnis mit dem Meer zu haben, obwohl er – wie ich auch – ein Luftkind und ein Kind der Sterne ist... Diesbezüglich sind wir uns sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass ich viel, oftmal zu sehr "theorielastig" bin und mich einzig auf die Erweiterung meines Wissens konzentriere, während er seine Magie einfach lebt, unkompliziert, oftmals sogar ohne Hilfsmittel und wenn, dann mit solchen, die man für gewöhnlich nicht einmal als solche erkennt, beispielsweise mittels seinem Lieblings"werkzeug", Tanz und Gesang, oder mit Spielsachen als Symbolen.

 

So war es auch heute.
Cirrus war voll der Vorfreude auf den heuigen Tag; ich merkte ihm an, wie sehr er sich nach dem Himmelblau des Wassers sehnte. Sogleich legte er beim Signal zum Aufbruch seine singende Vaiana, ohne die er zu Hause nie anzutreffen ist, zur Seite und tauschte sie gegen seine Badebarbie: Eine nahezu komplett in Himmelblau gehaltene, inzwischen reichlich rampnierte Meerjungfrau. Cirrus benannte sie von Anfang an voller Begeisterung mit Hannah und erst spät merkte ich, dass er bereits bei dieser Namensgebung erstaunlich gut überlegt hat: Früher schaute ich oft Animes, die es gar nicht erst bis Europa schafften bzw. erst sehr viel später. So auch
Mermaid Melody, die Saga um sieben bzw. acht Meerjungfrauenprinzessinnen mit magischem Gesangstalent. Jede Prinzessin trägt dabei eine andere Flossenfarbe, je nachdem, aus welchem Königreich sie stammt. Und eine dieser sieben Prinzessinnen, Hanon Hosho, trägt eine himmelblaue Flosse und ist auch sonst von oben bis unten Ton in Ton gehalten. Und Cirrus mit seinem Wundergedächtnis (hat er zweifelsohne von der Frau Mama) hat sich beim Anblick der Puppe, die wir ihm damals in Ungarn kauften, sogleich an Hanon Hosho erinnert... Ich hatte sie indessen bereits lange Zeit temporär vergessen, obwohl sie auf meiner Tasche für die Schwimmsachen, die ich einst in der Sekundarschule fertigte, noch immer präsent ist, ebenso wie ihre Lieder auf dem iPod von Cirrus.
Auch auf Disneystreifen wie
Lilo & Stitch sowie Vaiana/Moana greift er gerne zurück: Ersterer handelt nicht nur von kosmischen Energien, sondern auch vom hawaiianischen Flair. Vaiana greift sogar noch tiefer auf Hunaelemente zurück, wie etwa entsprechende Götter, uralte Traditionen und eine Geschichte, die ganz Polynesien miteinbezieht. So durfte denn auch seine Vaianafigur und ihr traditionelles Boot im Gepäck nicht fehlen.

Vaiana von Cirrus
Hannah von Cirrus
Vaiana (Original)
Hanon Hosho (Original)

So kam ich also mit dem klugen Burschen beim Hallenbad an (nachdem ich meinem Frust über eine halbe Stunde sinnlose Wartezeit bei einem selten unverschämten Mitarbeiter des ZVV zumindest minim Luft gemacht hatte) und wir beide stürzten uns sogleich in die Fluten der Becken, obwohl wir uns gerade erst zuvor noch ein üppiges Mittagsmahl im Restaurant über ebendiesen gegönnt hatten.

 

Während ich im kühl gehaltenen, grossen Becken abtauchte und mich Länge für Länge auspowerte, suchte sich, direkt nebenan, der eher schnell frierende Cirrus, der sich obendrein in tiefen Gewässern sichtlich unwohl fühlt, da er sich der Macht des Wassers bewusst zu sein scheint, seinen Stammplatz im kleineren Warmwasserbecken auf: Er setzte sich breit grinsend unter den Regenschirm, wo er energisch darauf bestand allein zu sein, wann immer ich ihn zur Kontrolle ob seines Wohlergehens kurz aufsuchte oder mit ihm Fang-den-SpongeBob-Badeschwamm spielen wollte.

 

Tatsächlich sass er hochkonzentriert da, unter seiner Kuppel aus Wasser, die ihm inmitten des Trubels ein eigenes, kleines Universum zu erhalten schien. Er lenkte sein kleines Boot sorgsam durch einen stürmischen Mini-Ozean und liess seine Hannah in die blaue Tiefe tauchen, während er dabei samoanische und japanische Gesänge zum Besten gab, die er nahezu ohne akustische Fehler wiedergeben konnte.

 

Währenddessen folgte ich, beinahe schon stupide im Vergleich, den Linien auf dem Grund des grossen Beckens, Länge für Länge, ebenso vertieft in meine Gedanken – und meinen kleinen Bruder einmal mehr heimlich bewundernd, mit welcher Leichtigkeit das Wasser seine glückliche Seele trägt, obwohl er gar nicht schwimmen kann.

Glitzer-Flummi von Cirrus
Valais Water

Die Zeit floss förmlich dahin, aus Stunden wurden gefühlte Sekunden.

 

Cirrus riss mich selbstständig aus meinem "Bahnenzwang"; vermutlich war er fertig geworden mit was-auch-immer,-er-macht-das-schon-recht-so. Wir liessen uns eine Stunde lang Zeit mit dem Trocknen an der Luft und durch die heizende Sonne, ehe wir zufrieden und erfüllt den Rückweg antraten. Zuvor bestand Cirrus jedoch nochmals auf einen kleinen Imbiss und dieser konnte ich ihm, wie so ziemlich alles, natürlich nicht verwehren. Während ich mir ein stilles Wasser gönnte, das wortwörtlich die Schönheit des Matterhorns in sich trug, liess Cirrus sich an einem der altmodischen, kaugimmiautomatenähnlichen Geräten einen Flummi raus. Es gab viele, unterschiedliche Formen, von der Fisch-im-Wasser-Optik bishin zu solchen, die in allen Regenbogenfarben schillerte. Nach dem Zufallsprinzip erhielt Cirrus einen mit Glitzer gefüllten Flummi, den er mir stolz mit den Worten "Lueg mal, es Universum, voll mit Sternli!" (Schau mal, ein Universum, voll mit Sternen!) unter die Nase rieb.

 

Mit vollen Bäuchen und glücklichen Herzen erreichten wir schliesslich und endlich die Buszhaltestelle nahe dem Sportzentrum. Und während wir so erschöpft und gedanklich leicht abwesend auf die mobile Rüttelkiste warteten, überraschte uns mit einem Male eine prachtvoll gefärbte Eidechse, direkt zu meinen Füssen. Dem Aussehen nach schien es sich um eine Zauneidechse zu handeln und mein Herz machte, heute nicht zum ersten Mal, einen kleinen Hüpfer vor Glück: Zauneidechsen wurden 2005 in der Schweiz zum Tier des Jahres ernannt, da sie eine Abwehr gegen die Borreliose produzieren können – eine Krankheit, die aufgrund der hohen Anzahl an Zecken hier recht gefürchtet ist. Ferner gelten Zauneidechsen als gefährdet, da ihr Lebensraum, wie bei uns eben, zunehmend überbaut wird, weswegen man Exemplare aufgrund ihres Schutzes sogar umsiedeln muss... Umso schöner, dass wir die Ehre hatten, ein frei lebendes Exemplar zu sichten und noch dazu ein derat stattliches!

 

Nun neigt sich dieser schöne Tag dem Ende zu, aber dieses Gefühl des Glücks bleibt.
Danke.

Lacerta agilis(?)
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Früh hat der Wecker heute meinen Freitag eingeläutet...
Aber es lohnt sich und das ist ja auch schön.

Ratet mal, wo es bald hingeht. ;)

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04
Jun
Mitternacht

Die Stunde, ab der unsere zahlreichen Hausgeister* über die Schatten der Nacht in unseren Gemächern regieren, umarmt von der Finsternis unserer allabendlichen Gedanken...

* in Puppenform ;)

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Was für ein Tag, ich bin völlig k.o.! Obwohl heute nichts extrem Grosses anstand, so wirbelten doch viele Energien und der Tag ging rasend schnell vorbei...

Samstag, Tag des Saturns.
Saturn ist ein weiser Mann, wenn auch herrlich chaotisch – wie Genies eben so sind.

 

Cirrus und ich verliessen kurz vor Mittag das Haus, vorher gab es genug im Haushalt zu tun.
Während die Bohnenstange in Person vor meinen Augen einen randvollen Teller mit Kartoffelstock, Gemüse und Bratwurst in blanke Luft verwandelte, hielt ich mich seit einigen Tagen überraschend diszipliniert an meinen Abspeckplan. Meine Mühe wurde bisher ordentlich belohnt: So bin ich von 90 Kilo bis jetzt wieder auf 87.9 heruntergekommen. Ich hoffe, das Ergebnis kann sich weiterhin so sehen lassen, denn es stehen nach wie vor noch genug Rettungsringe zur Verfügung...

 

Nach dem Essen machten wir uns ans Einkaufen. Zuerst suchten wir den Bioladen auf, der direkt neben dem Restaurant liegt, wo ich meine heimischen Reserven an veganem Shampoo und entsprechendem Duschgel endlich wieder aufstockte.

 

Nach einer Extrafahrt nach Zürich wegen einer einzelnen, aber wichtigen Rechnungseinzahlung (weil die Post ja zu blöde ist, um Dörfer weiterhin mit ihrer eigenen Postfiliale einen annehmbaren Service zu bieten und lieber alle zum e-banking vergewaltigen will, aber egal) ging es dann schnurstracks und endlich zu Jackie. Während Cirrus dort einfach mal ein wenig ausspannen konnte und Belle mit dem Paw-Clan eifrig ein magisches Kraftfeld erstellte, half ich meiner Zwillingsseele beim technischen Support, während wir über die Götter und die Welt redeten. Solche Inseln im Alltag schätze ich und sie bekommen meinem Seelenleben ausserordentlich gut, auch wenn jeder Austausch mich generell fordert und schlaucht.

 

Es war ein schöner Tag.
Danke.

Manifestation eines Kristallkraftfelds
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Regenbogen

Auf jeden Sturm in dunkler Nacht folgte ein umso hellerer Morgen.
Und so nahm mich heute, nach einer Vielzahl summierter Gewitter in den letzten Tagen (bzw. Nächten), ein prächtiger Regenbogen während des Feierabends in Empfang, symbolisch einem unfassbar wertvollen Lohn gleich für all die Bemühungen, die ich heute den ganzen Tag lang eisern anstrebte und eisern beibehielt.

 

So suchte ich noch vor dem Dienstantritt zur Spätschicht den nächstebesten Starbucks-Laden auf. Dort drückte ich der fast schon bedauernswerten Bedienung mit meinem süssesten Lächeln die Memberkarte in die Hand.

 

Die Arbeit im Anschluss war passabel; ich fand meine Leistung nur sehr bedingt gut, jedoch reihchte sie aus um alle wichtigen Punkte des Tages zu erfüllen. Letztendlich spürte ich körperlich wie seelisch, dass ich etwas geleistet hatte – ein erfüllendes Gefühl, trotz Erschöpfung.
Mein persänliches Highlight des Tages bestand daraus, dass einer meiner betagten Klienten beim Einblenden von Trumps ********** während einer Nachrichtensendung völlig gelassen und mit breitem Grinsen zu mir meinte: "Nervensäge". You, Sir, made my day!

 

Den gesamten Tag über hielt ich meine positive Laune nahezu selbstständig aufrecht, was mich selbst ein irgendwie überraschte. Ich wurde mehrfach auf meine neuen Ohrstecker angesprochen, die selbst hinter meinem braunen, unscheinbaren Haar frech hervorblitzten. Ein bisschen stolz war ich ja schon, denn sie haben für mich vor allem einen hohen, symbolischen Wert: Auf Augenhöhe begegnen ist ein wunderbares Mittel zum Frieden!

Ich beendete den Tag bei strahlend blauen Himmel, mit leichten Gedanken und kleinen Diensten am heimischen Altar. Dieser Tag schenkte mir Kraft, für was auch immer noch folgen wird...

Peace!
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Energie des Zorns

Der Wind, der Wind,
er ist tatsächlich ein himmlisches Kind – denn wie ein Kleinkind in der Blüte seiner Trotzphase entlädt er gerade seinen gesamten Zorn ob der äusserst unklugen Entscheidung eines gewissen "Politikers" über dem Unterland.


Die sonst so finstere, ruhige Nacht wird zum blendenden, grollenden Tag.

 

Die Erde erdet sich und während sie das tut, machen wir es uns hier mit guten Büchern, schmackhaften Äpfeln, einem frischen Pfefferminztee und angeregtem Austausch gemütlich.

Möge Euch Sedna gnädig gestimmt sein...
Morgen, so weiss ich, ist die Luft wieder erfrischend, klar und rein.
Blessed be!

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Es gibt sie tatsächlich: Diese seltenen Tage, die vollumfänglich nicht nur für die Biotonne, sondern gleich für den Sondermüll sind, denn während es gestern wohl alle Anderen erwischte, so war ich heute an der Reihe, zusammen mit Cirrus, der sich eben ernsthaft wegen Kopfschmerzen hinlegte – was gefühlt ca. alle zwei Jahrtausende der Fall ist, echt krass...

 

Mein Tag begann mit viel zu frühem Erwachen, erneutem Einschlafen und daraus resultierendem beinahe-verschlafen.
Anschliessend setzte er seinen Wahnsinn ungebrochen in der Berufsschule fort, wo uns allen Ernstes verkündet wurde, dass wir den 22. Juni ausschliesslich mit Fachprüfungen verbringen werden. Entsprechend wagte ich es gar nicht erst irgendwelche Semesternoten entgegenzunehmen, ich beschloss stattdessen einfach gleich, das Zeugnis (ernsthaft!) in Brand zu stecken, sobald ich es erhalten werde...
Dazu gesellte sich die Willkür unserer Hauswirtschaftslehrerin, die es vorzieht mit ihrer Lieblingsschülerin Einzelshoweinlagen zu veranstalten, anstatt mit der ganzen Klasse zu arbeiten. Ich glaube, es gab in meinem ganzen Leben keinen Unterricht, den ich wirklich aus tiefstem Herzen hasste – bis mich dieses Höllensemester mit einer Doppellektion mit diesem ********* von einer inkompetenten Lehrkraft bestrafte. Ich vergleiche sie ganz bewusst nicht mit Prof. Severus Snape, denn Prof. Severus Snape verfügte wenigstens über einen ehrbaren Charakter!

 

Wie dem auch sei, jedenfalls scheint ersichtlich genug, wie es heute entsprechend mit meiner Motivation stand. Ich beschäftigte mich hauptsächlich damit, mir zu überlegen, welche amerikanischen Unternehmen ich zukünftig dank dem Trumpeltier und seiner Egomanentour gegen alle Vernunft der Welt so weit wie möglich boykottieren kann... Ist ja auch gut so, denn im Grunde genommen scheint das ganze Zeug meiner Linie grösstenteils ohnehin nicht zu bekommen. ;)

Wahlergebnis

Entsprechend geladen kam ich im Dorf an, als würden sich die angekündigten Gewitter bereits über meine Stimmung vorentladen.

Ich stresste extra von der Berufschule nach Hause, um meiner Mutter Arbeit abzunehmen. Stattdessen teilte sie mir mit, dass sies mal wieder nicht gut sein lassen konnte und die ganze Rennerei somit umsonst war, zusätzlich zum Fakt, dass sie sich einmal mehr förmlich kaputt gearbeitet hat, was mir überhaupt nicht recht ist.
Toll.
Gaaaaanz toll.

 

Dem ganzen Irrsinn setzte jedoch das Gemeindeblatt, das heute im Briefkasten lag, die Krone auf, denn die Auszählung der letzten Abstimmung findet sich darin. Und dort offenbarte sich mein persönlicher Albtraum auf allen Ebenen: Die Bestätigung meines Pessimismus während der Wahl selbst. Meine Menschenkenntnis hat mich, leider, nicht enttäuscht. Denn die die Bürger von Weych entpuppen sich zu zwei Drittel als kleine Trumpeltiere, denen schnelles und vermeintlich gutes Geld wichtiger zu sein scheint als das Wohl und die Sicherheit aller und aller, die noch folgen werden.
Wie so eine *****, nur halt in Dorfform!

 

Denn tatsächlich wurde die Energiestrategie im Dorf zu zwei Dritteln abgelehnt, während einige Seiten später bereits die nächste, begeistert formulierte Pro-Endlager-Propaganda breit auf einer ganzen A4-Seite prangt... Scheinbar ziehen es die Weycher also lieber vor, das letzte, noch nicht zubetonierte oder durch das Kieswerk ausgehöhlte Stück Land als Mülldeponie zu benutzen, anstatt mit gutem Beispiel voranzugehen. Nun... Sollen sie. Ich werde mir das (auf Steuerkosten von der Gemeinde bezahlte?) Schmierentheater der NAGRA im Oktober voraussichtlich angucken und mit ihm die Gesichter, die anscheinend dazu bereit sind, einen so hohen Tribut für so viel Ignoranz zu bezahlen.

 

Und ich werde mir diese Gesichter merken, während ich dem Dorf weiterhin zunehmend den Rücken kehre und in Zukunft keinen Städter mehr korrigieren werde, wenn er mir eine saublöde Bemerkung über "das dumme Buurepack uuf em Land usse halt" entgegenschleudern wird. Er hat nämlich scheinbar nicht einmal so unrecht.
Leider.

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31
May
Sonnenrad
Das Auge des Herrn

Apollon!
Helios!
Wilder Mann!
Gesegnet seist Du,
im strahlenden Gewand!

In den Sphären,
über hohen Ähren,
erstrahlte Dein Ring,
der über mir hing.

Hell erleuchtete er meinen Pfad,
auf dass ich fand,
durch des Schicksals Rad.


Deine Liebe erglühte,
meine Passion erblühte,
denn Dein Hoffnungsstrahl traf mich ins Herz
und so fühlte ich für einmal keinen Schmerz.

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Während die meisten Leute um mich herum heute scheinbar von einer kollektiven Aggression getrieben wurden, hatte ich einfach nur einen seltsamen, aber keineswegs unschönen Tag.

 

Bereits am frühen Morgen, beim Weg zur zwei Kilometer entfernten Bahnstation, sammelte ich Einiges an Müll am Wegesrand zusammen. Im Zug streifte mein verschlafener Blick dann den eines Fuches, der sich nahe den Schienen befand.

 

Ich kämpfte halbwegs erfolgreich gegen das fehlende Vorhandensein eines gesunden Selbstvertrauens, zog mein selbst auferlegtes Es-heisst-"essen"-und-nicht-"fressen"-Projekt trotz Versuchungen stur durch und meisterte meine Arbeit überraschend flüssig, obwohl mir die Hitze noch immer sehr zusetzt.
Dabei begegnete mir beim Nachmittagsspaziergang mit einem Klienten ein Mäusebussard, der nur wenige Meter von uns entfernt mit seiner Beute in den kräftigen Klauen triumphierte.

 

Nach erledigtem Tagwerk beschloss ich spontan dem lockenden Ruf des nahen Waldes zu folgen.

 

Ich genoss die Stille in der Luft (Wer ebenfalls in der Flugschneise lebt, kann bestens nachvollziehen, was ich meine!), spürte den gelblichen Kies des Naturwegs unter meinem goldgefärbten Schuhwerk, genoss den erfrischenden Wind auf den Wangen und die warme Sonne eines herrlichen Spätfrühlings auf der Haut, während ich dem Pfad zur grünen Oase folgte. Dabei säumten Kamille und Spitzwegerich meinen Weg, beides altbekannte und sehr nützliche Heilpflanzen. Das gesäte Korn steht bereits recht hoch, richtig stolz, und beherbergt ganze Meere aus tieforten Mohnblumen. Mutter Natur ist unendlich grosszügig, wenn man nur dazu befähigt ist, all ihre kleinen Aufmerksamkeiten auch wahrzunehmen...

 

Ich betrat die Wäldereien von Rheinau und augenblicklich wurde die angenehme, flugzeugfreie Stille mit einer harmonischen Atmosphäre ergänzt. Ich hörte die Vögel ganze Konzerte zwitschern, fleissige Hummel summen und freche Eidechsen das Laub nahe dem Feldweg aufmischen. Oder warens doch Gnome? Zwerge? Junge Trolle? Ich weiss es nicht, sie waren allesamt viel zu flink. ;)

Wilde Wiesepracht
Fleissige Hummel
Mini-Zauber am Wegesrand

Ich folgte dem verzweigten Wegsystem, ganz meinem Instinkt vertrauend.
Mal bog ich rechts ab, mal links, mal blieb ich gar nicht auf dem Weg, sondern schlug mich in die Wildnis, unsichtbaren Pfaden folgend. Ich kam dabei an vielen Feenwohnungen vorbei, an deren Eingang ich jeweils weisse Steinchen deponierte, die ich auf meiner Miniwanderung fand.
Ferner kreuzten sich meine Wege mit einem Baumportal, einem komplett hohlen Baum inmitten des Grüns, sowie einem Baumstumpf, auf dem sich ein Minitischchen aus Holz befand, mit drei nicht minder putzig geschnitzten Stühlen.

 

Schlussendlich dauerte meine Reise weit über zwei Stunden, jedoch stellte sie sich als sehr erhlosam heraus. Ich verliess den Wald mit bester Laune und einer kleinen, grauen Feder, die mir geschenkt wurde. Ich drapierte sie beim Dorfeingang, auf fruchtbarem Land, ehe ich das Dorf segnete und mich bei den Spirits bedankte. Als würde mir Fortuna höchstpersönlich in Liebe antworten, hielt so ein herannahender Busz vor mir, obwohl ich nur den Fahrplan checkte. Der Chauffeur erkannte mich und wusste, dass ich immer via Marthalen nach Winterthur fahre, deswegen hielt er extra für mich an, obwohl diese Haltestelle um diese Zeit nicht auf seinem Kurs stand.

 

Ich erreichte so ohne grosse Wartezeiten laufend meine Anschlüsse.
Im Busz Richtung Weiach, auf Höhe des Stadlersees, begegnete mir dann ein imposanter Storch, ebenfalls nah an der Strasse.

Ich frage mich, wann ich zum letzten Mal derart gehäuft mit Krafttieren konfrontiert wurde – und warum? Werden ihre Attribute bald vonnöten sein?
Es wird sich zeigen... Bestimmt.

Danke.

Smile! :D
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Dienstag, der Tag des Verstandplaneten Merkur, ist meistens mein persönlicher Power-Tag. So auch heute. Ich habe viel geschafft und es lief soweit alles glatt, auch wenn es mir bereits jetzt vor einem morgigen Konflikt bammelt...

 

Ich geniesse all die kleinen Rituale, die mein magisches Schaffen ausmachen; all diese kleinen Mini-Ritualzauber inmitten des Alltags erschaffen für mich eine ganz eigene Art von lebendiger Kraftoase in einer Welt, die mich stark fordert.

So habe ich heute z.B. die Zimmerpflanzen auf der Arbeit gegossen. Ich habe sie gedanklich mit einem Segenszauber bedacht und in einem der Pflanzentöpfe vor dem Eingang ein kleines Steimannli errichtet, zu Ehren der Erdenmutter und zum Schutz ihrer grünen Kinder hier. Ich atmete den Geruch frischer Erde ein: Eine spontane Aromatherapie, die sich mir als Resonanz darbot.

 

Auf dem Heimweg reichte mir Fortuna ihre gütige Hand: Ich erstand gleich zwei tolle Bücher zum günstigen Preis, unter Anderem das von mir lang, lang ersehnte Werk "Blackout".
Kaum zu Hause angekommen, nahm mich eine besonders grosszügige Eulenpost von meiner lieben Hexenschwester
Veleda Alantia herzlich in Empfang. Aber auch eine der selten gewordenen Nachbarskatzen begrüsste mich knapp davor, bei der Rückkehr. Ich lächelte sie blinzelnd an, auf kätzisch eben. Sie blinzelte zurück und schnupperte sogar an meiner ausgestreckten Hand, ehe sie mit erhobenem Schwanz sich kurz streicheln liess; ganz, wie es auf Kätzisch eben Sitte ist. Ich bin glücklich, dass ich den Draht zu diesen wunderbaren Wesen trotz Lucys tragischem Tod, den ich bis heute Tag für Tag tief betrauere, nicht verloren zu haben scheine. Auf ihrem dicht bewachsenen, wilden Gras neben dem Haus erblühen trotz der Hitze neue Blumen, als wolle sie mir tröstend sagen: "Keine Sorge! Ich bin bei Dir, bis wir uns wieder sehen."

Es war also ein toller, intensiver Tag, der mich reich beschenkt hat.
Ich fühle mich sicherer für die morgige Frühschicht, irgendwie gewappnet.

Danke.

Steimannli
Besuch vom Krafttier
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30
May
Schönheit

Schon erstaunlich, wo sie einen überall ereilt... Und sei es nur die schillernde Reflexion eines gemaserten Klofensters, das in allen Regenbogenfarben ein kleines Universum offenbart.

Ein Universum
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29
May
Zeichen
Engelsgruss am Wegesrand

Gedanken.
Krankheit.
Haus.


Die Tageskarten verkündeten schon früh, dass heute ein Tag wird, der an einen nagen wird.
Es war ein langer Tag, der geprägt war von Selbstzweifeln, vom Abschied, vom inneren Sträuben dagegen, dass etwas in seinen Grundfesten tief, tief erschüttert wird. Und zwar nicht nur bei mir...!

Nichtsdestotrotz: Es war ein schöner Tag. Mir begegnete viel Weiss auf meinen Wegen, der "Farbe" (technisch inkorrekt, aber egal, da spricht nur den Bogenoffsetdrucker aus mir) des Neubeginns und der Chancen, die uns mit ihm zuteil werden.
Nichtsdestotrotz sind wir tief im Inneren dankbar.
Und eigentlich auch bereit, sobald die verliebten Herzen das irgendwann auch geschnallt haben.

Und genau darauf kommt es letztendlich an.

Danke.

Zeichen einer neuen Zeit
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28
May
Narben
Vernarbte Stäbe

Das Leben ist ein Lernprozess.
Immer, immer wieder.
Manchmal, da machen wir Erfahrungen, die sehr schmerzhaft sind.
Die uns für den Rest unseres Lebens brandmarken, aber auch formen.
Uns einzigartig machen.
Und manchmal, da sind eben auch magische Werkzeuge, die Spiegel ihrer Besitzer, vor deren Prozess nicht gefeit.

 

Bereits seit längerer Zeit hat Cirrus sich an seinem Stab ein langes, gerades Stück herausgeschlagen, mitten in einer Zeremonie. Und nun hat es auch meinen Stab, wie auch immer, irgendwie erwischt: Direkt an der Spitze ist eine kleine, ringförmige Scherbe ohne erkennbaren Grund abgebrochen, rechts-/pflichtlastig, also den Verlauf beim Bilden eines Regenbogens im Inneren des Stabes nicht störend, aber doch optisch markant – und der sichelmondförmigen Narbe an meinem rechten Zeigefinger auffällig ähnlich. Bereits Pu hat sich eine sehr ähnlich aussehende, jedoch spiegelverkehrte Narbe durch einen Unfall mit mir angeeignet. Und jetzt also auch noch der Stab, quasi das magische Pendant zu meinem "natürlichen" Energielenker, dem vernarbten Zeigefinger.

Setzt man diese 3 Narben nun nebeneinander, also Pus Narbe + die Stabnarbe + meine Narbe, ergibt das ☽♾☾, also das Zeichen der grossen Göttin.

Bei aller berechtigten Skepsis, es gibt ja schon seltsame "Zufälle"... ;)
Danke.

Sichelmond-Narbe von Pu
Meine Sichelmond-Narbe
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Seit heute Morgen um 6:30 Uhr bin ich wach, obwohl ich doch heute hätte ausschlafen können!

Das atlantische Tor zu Lugano ist noch immer sehr präsent. Es scheint, als hätte es in der vergangenen Nacht die Schleuse zu meinen tiefsten, seelischen Abgründen geöffnet, denn selten habe ich so intensiv und furchterfüllt geträumt...


Immerhin: Das Gesicht seines Feindes zu kennen, hat auch seine Vorteile.
Ich weiss nun, wo ich in nächster Zeit aktiv anzusetzen habe.
Danke.

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Atlantisches Portal

Helvetia! Höre mich!
Nimue! Ich rufe Dich!

In Deinen blauen Augen
erblicke ich nun, voller Staunen,
den Spiegel einer ruhigen See,
verborgen bleibt der Abgrund Deiner Seel'.

 

Sanft tanzen die Wellen,
gleich einem Spiel,
doch in Deinen dunklen Wogen
brodelt ein feuriger Trieb.

 

Wenn so manches Geheimnis,
das Du uns nur leise offenbarst,
rauschend, raunend Deine Stille bricht,
so scheint das Wasser plötzlich klar.

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Tageskarten

Es ist schon erstaunlich...
Kaum haben sich meine beiden Dickköpfe aus Bergkristall etwas in den Kopf gesetzt, schrecken sie nicht einmal davor zurück meine Mutter trotz Schmerzen aus ihrer geliebten Eremitage zu locken. Und so sassen wir heute alle zusammen und in aller Frühe in einem Schnellzug, der uns bis ans andere Ende des Landes führte, namentlich bis nach Lugano und Melide.

 

Bereits die Tageskarten versprachen einen ereignisreichen, aber wertvollen Tag.

Ankunft im Tessin
Von Lugano nach Melide

Kaum erblickten wir nach 20-minütiger Fahrt durch die Nationalsensation namens Gotthard-Basistunnel endlich wieder das Tageslicht, setzte mir leider bereits die Hitze stark zu... "Leider" komme ich da wohl genetisch ganz nach dem Vater! Hinzu betrübte mich der Umstand, dass die 57 Kilometer Tunneleinöde um eine kulturell wertvolle Landschaft brachte. Immerhin: Meinen beiden Familien erging es klimatisch besser als mir. Cirrus alberte lachend mit einer Mutter herum und flirtete in üblicher Kakadu-Manier mit seinem Spiegelbild, während meine Kristallfamilie begeistert sowohl den längsten Tunnel der Welt segnete, als auch die durch die neue Strecke ausgelassenen Kraftorte wie etwa den Teufelsstein, die Schöllenenschlucht mit den Teufelsbrücken, die Kirche von Wassen, das "Sanatorio del Gottardo", das hoch über Ambri-Piotta thront usw. Sie waren, in der Tat, sehr fleissig – ein Muster, das sich ungebrochen durch den ganzen Tag zog.

Swissminiatur
Unter Palmen

Unser erster Aufenthalt befand sich in Melide.
Dort bestaunten wir das
Swissminiatur, in dem sich über 130 Bauten und markante Schauplätze der Schweiz im Massstab 1:25 befinden, nachgebildet in eindrücklicher und liebevoller Kleinstarbeit. Zwischen den Gebäuden und ihren künstlichen Gewässern bewegten sich dutzende Eidechsen, Fische und Schildkröten, denen es an Platz erfreulicherweise nicht mangelte. Während wir umherwanderten und uns alles genau besahen, arbeiteten Belle und Pu im Rucksack auf Hochtouren: Sie nutzten die Modelle, um die jeweiligen Originalplätze der Schweiz zu segnen, auf dass Schutz und Frieden das Land regieren.

Villa Ciani
Lago di Lugano & Monte San Salvatore

Im Anschluss reisten wir mit der Regionalbahn wieder nach Lugano. Dort suchten wir den Parco civico auf, welcher sich direkt am Ufer des Luganersees befindet. Während wir unser mitgebrachtes Mittagessen genossen – für mich gab es süsse, saftige Fairtrade-Ananas mit einem luftigen Biobrötchen – arbeiteten die Schädel ununterbrochen weiter. Sie segneten diese herrliche, mediterrane Oase, ihren alten Baumbestand und ihre herrliche, exotische Blütenpracht, ebenso die Bewohner des Südens und ihr offenes, optimistisches Kollektiv.

 

Besonders angezogen wurden wir, als Highlight dieser Reise, von einem Tor nahe der sich im Park befindlichen Villa Ciani. Dieses kunstvolle, schmiedeeiserne Tor wurde, wie die Villa selbst, im 19. Jahrundert von zwei Brüdern erbaut. Es ist von Blumen umgeben und führt direkt zum See, ähnlich einem atlantischen Portal, und ist mit einem steinernen Kompass ausgestattet, der als Mosaik im Boden eingelassen ist. Die Energie dieses Kraftortes war für uns alle deutlich spürbar und ich bin froh, habe ich die beiden Schädel trotz der Hitze und dem zeitweiligen Stress hierher bringen können, denn dieses Portal scheint von grosser Wichtigkeit zu sein. Es scheint, als haben die Schädel das Portal aufgeschlossen und die Macht des Wassers aktiviert, dem Element der Seele und dem Potenzial als prägende Energieressource des Landes. Die Chancen sind hoch, dass seine Kraft im Rahmen der Energiewende schon bald zunehmend in den Fokus rückt...

 

Letztendlich kehrten wir erschöpft, aber glücklich ob all der schönen Eindrücke nach Zürich zurück.
Heute wurde ein grosser Schritt in die richtige Richtung gewagt, das spüre ich.
Danke
.

Südliche Sommerpracht
Die Schönheit des Parco civico
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Spenden der Welt

Heute hatte ich, dank dem Spätdienst auf der Arbeit und dem verschlimmbesserten Buszfahrplan der Region, einmal mehr einen längeren Zwischenaufenthalt am Zürcher Flughafen.

 

Nun, ich wäre nicht ich, wenn ich die Zeit einfach ungenutzt absitzen würde... Und so begab ich mich entschlossenen Schrittes zum Check-in 2.

 

Sogleich stach mir das angestrebte Ziel ins Auge: Am Flughafen befinden sich mehrere Weltkugeln aus Plexiglas, in die die Reisenden ihre Fremdwährungen als Spende für wohltätige Zwecke werfen können. Dieses Mal wird die Spende an den WWF gehen und so warf ich einige Forintmünzen hinein, die ich heute Morgen in weiser Voraussicht extra eingepackt hatte.

Friedensgebet
Lichter der Hoffnung
#JeSuisManchester

Nachdem ich interessiert die finanzielle Vielfalt des Globus kurz musterte, lief ich weiter am Check-in entlang, an vereinzelten Touristen mit ihren Gepäckbergen und einem imposanten Securitytrio vorbei, denn nur wenige Meter weiter befindet sich die noch relativ neue Flughafenkirche.


Das langjährige Provisorium gefiel mir persönlich zwar besser, war es doch farbenfroher gestaltet und bat den Besuchern die Möglichkeit durch Mitbringinsel etwas Leben in den heiligen Raum zu bringen; die neue Kapelle ist weitaus schlichter und irgendwie "distanzierter" gestaltet, aber auch hell und einheitlich, was ebenso seinen Reiz hat.

 

Ich lief am Meditationsraum, dem Gebetsraum für muslimische Besucher und der Seelsorge vorbei, die Kapelle betretend. Sogleich umfing mich eine warme, erhabene Atmosphäre.
Ich liess das Wort des Tages, das sich direkt beim Eingang befindet, auf mich wirken und trug meinen Teil dazu bei, indem ich ein paar gesegnete Medaillen für andere Besucher als Geschenk daneben auslegte, ganz im Sinne von "Fairly take and fairly give".
Anschliessend richtete ich mich auf meinem Lieblingsplatz ein und zeigte Belle, die ja noch neu bei uns ist, erstmals die Räumlichkeiten, ehe wir gemeinsam einen wiccanischen Rosenkranz beteten. Dabei lag der Fokus vor allem darauf, der Welt Sicherheit zu wünschen, in Zeiten der Naturkatastrophen und des Terrors – passend dazu brannte auf dem Altartisch eine dicke Kerze zum Gedenken der
Opfer von Manchester nieder, zu der wir das in Ungarn gesegnete Bild eines Schutzengels dazulegten, ehe wir eine Schweigeminute einlegten. Ich musste dabei an meine Mutter denken: Sie selbst hatte in ihren jungen Jahren 4 Jahre Aufenthalt in Manchester und beschreibt sie noch heute als die schönste Zeit ihres Lebens...
Unser Friedensgebet besiegelten Belle und ich im Anschluss mit zwei Kerzen. Eine segneten wir im Namen des Friedens, die Andere weihten wir der Liebe. Wir entzündeten sie beide, in gewohnter Manier, an einer anderen Kerze in der Halterung, die kurz vor dem Erlöschen stand, um das Licht der Hoffnung symbolisch weiter zu wahren.
Zu guter Letzt liessen wir im Kirchbuch einen schlichten Segenswunsch da, ehe der instinktive Blick auf die Uhr daran erinnerte, dass es Zeit für den Rest der Heimreise war.

 

Ich verliess diesen Ort der heiligen Harmonie mit einem tiefen Gefühl der Verbundenheit, trotz aller Differenzen und Unterschiede.
Danke.

Schlichter Segen
Geschenke der Güte
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25
May
Der Weg

Bei meiner Arbeitsstelle, mitten auf dem Gelände der psychiatrischen Uniklinik, befindet sich ein eindrückliches Kunstwerk: Im Herzen einer herrlichen Blumenwiese, zwischen hundert Jahre alten Backsteingebäuden, befindet sich der Pfad des Lebens.

 

Der Weg verläuft kurvenreich, hat Höhen und Tiefen. Gesäumt wird er von mannshohen Totempfählen aus Holz, in die in eindrucksvoller Handarbeit diverse, wohlgesonnene Spirits eingearbeitet wurden. Jeder Schritt besteht aus einem individuellen Kunstwerk eines Patienten. Dabei zeigen sich nicht nur optisch schön gestaltete Objekte, nein, jedes Bildnis ist Ausdruck eigener, tiefer, ge- und erlebter Spiritualität. Sie alle formen gemeinsam eine Einheit, einen Pfad, der inmitten des Paradieses endet, aber nicht aufhört.

Der Weg des Lebens
Einblicke
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Das Fenster steht offen.
Der Vorhang tanzt sanft in Wind der kühlen Nachtluft, die meinen Geist erfrischt.
Ich sitze an meinem Altar. Die Lavalampe erhellt das Halbdunkel mit ihrem warmen Schein. Der frisch aufgebrühte Pfefferminztee in der Kelchtasse vor mir dampft noch leicht und verbreitet einen himmlischen Duft. Vor mir erklingt leise die vertraute Melodie aus der Spieluhr, der Verkörperung meiner unbeschwerten Kindertage. Царь Николай Александрович Романов und seine Frau Александра Фёдоровна, die beiden Figürchen der Spieluhr und das Symbol einer mächtigen Liebesheirat, tanzen dazu ihren Walzer und tragen anmutig die Sorgen hinfort, die ich heute loszulassen gedenke.

 

Ich richte mich, wie bereits erwähnt, in meinen Praktiken nach den Zyklen der Natur. Und während viele meiner eher klassischen Brüdern und Schwestern einzig den Vollmond als Esbat feiern und sich maximal an der zu- oder abnehmenden Phase orientieren, so unterscheide ich persönlich zusätzlich zwischen Lux-Esbat und Umbra-Esbat, denn ähnlich dem unterschiedlichen Sonnenstand des Jahreskreises (also von Litha bis Yule), so finde ich den Stand des Mondes nicht minder zentral: Der Lux-Esbat, also der Vollmond, ist eine Nacht voll aufbauender Kraft, ideal zum Weihen von Gegenständen usw. Der Umbra-Esbat, der Neumond, hingegen ist für mich wie ein Austamen der Göttin, komplementär zum Vollmond. Er ist perfekt, um Altes loszulassen und sich von Dingen feierlich zu befreien, die nicht mehr nötig sind.

 

Heute, denn ich konzentriere mich lieber auf eine Sache richtig anstatt auf drei nur halbpatzig, lasse ich mein Übergewicht los. In den letzten Wochen habe ich einen Prozess durchlaufen, durch den ich nun spüre, dass es einfach *Klick* im Inneren gemacht hat.

Ich geniesse diese Nacht und freue mich auf die Veränderung.
Euch allen Wünsche ich von Herzen einen gesegneten Esbat.
Blessed be!

♫ Let it go ♪
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Heute war einer dieser Tage, der mich auf der Arbeit eher schlauchte.
Ich versuchte, es jedem recht zu machen, mit dem Ergebnis, dass ich nirgends richtig hinkam. Man erwartete von mir Lösungsvorschläge bei Situationen, die nahezu keine Optionen offen lassen. Ich drehte mich den ganzen, verdammten Tag völlig sinnlos im Kreis und fühlte mich trotz toller Kollegschaft allein. Bei der Szupervision verpasste ich mir selbst einen Maulkorb und versank in den Abgründen meines Inneren.

Manchmal kriege ich zu hören, dass ich geistig abwesend sei.
Manches Mal mag das stimmen, meistens verwechseln die Menschen jedoch meine stille Art mit mentaler Abschweifung – während ich in Wahrheit oft eher dermassen auf alles um mich herum so stark fokussiert bin, dass ich mich extrem konzentriere und entsprechend nahezu alles Andere automatisch einstelle. Ich kann in Details versinken, mein Verstand rattert quasi andauernd, auch wenn es äusserlich den Anschein erweckt, dass ich weit, weit weg bin und einfach gar nicht denke...

 

Heute war ich mit den Gedanken tatsächlich woanders, zumindest teilweise. Auf dem Heimweg fragte ich mich einmal mehr, ob ich gut genug für diese Berufung bin, die ich so sehr liebe, warum grundsätzlich alle alles besser können, warum ich hingegen absolut inkompetent bin und wie ich es überhaupt je so weit bringen konnte und überhaupt...


Die Zweifel nagten an mir, bis mich einer meiner Klienten aus meinen Gedanken riss. Er war unterwegs und wollte den selben Busz in die Stadt nehmen.
Wir traten die Reise gemeinsam an und die dunklen Stimmen aus meinem Inneren verstummten, als ich den Sorgen meines Klienten lauschte – nur, weil ich Feierabend habe, bedeutet das ja nicht, dass mir alles egal ist. Und der junge Mann, etwa im Alter meines kleinen Bruders, ist charakterlich ein sehr feiner Kerl, der sich einfach manchmal durch sein Verhalten selbst im Weg steht... Wie ich auch, gewissermassen, nur halt anders.

 

Im Verlauf der Reise gelang es mir, seine Stimmung aufzuhellen.

Ich hörte ihm hauptsächlich einfach zu, gab ihm Raum um sich seelisch "auszukotzen" und vertrat meine Meinung dennoch klar und bestimmt, jedoch ohne sie in seinen Fokus zu stellen. Zu guter Letzt schlug ich erfolgreich mehrere Einladungen zu Kippe und Bier aus; es blieb beim Austausch von Schlüsselanhängern (Schon lustig, wie sich meine Mitpendler immer in diese kleinen Energiedelphine an meinem Rucksack vergucken, obwohl ich noch so viele andere Anhänger an mir klimpern habe! Das ist jetzt locker der Dritte, den ich so schon losgeworden bin...).

In Winterthur liess ich ihn frohen Mutes seiner Wege ziehen, einmal mehr staunend darüber, wie viel Gutes in diesem menschlichen Bündel voller Fluchworte sich doch verbirgt.

Alltagsglück (Artist unknown)

Mein Weg führte mich nach einem kurzen Organisationsaufenthalt in der Stadt weiter, dem Dorf und der Familie entgegen.


Ich wechselte den Regionalzug und machte es mir bei einem Fensterplatz und guter Musik gemütlich. Meine Gedanken ratterten weiter, jedoch nicht mehr ganz so zerknirscht.
Alsbald gesellten sich zwei Mitreisende zu meiner Sitzgruppe dazu: Augenscheinlich ein Vater und seine kleine Tochter. Ich heftete meinen Blick auf die vorbeirasende, teilweise noch unüberbaute Landschaft und horchte der leisen Musik im Ohr, denn ich wollte die traute Zweisamkeit nicht stören; dennoch konnte ich mir meine bittere Standardmiene nicht ganz bewahren. Das Mädchen, ein kleiner, blonder Engel im marineblauen Tupfenkleidchen, verzog die rosigen Wangen zu einem frechen Dauergrinsen begleitet von einem herzerwärmenden Kichern. Ihre Augen schienen zu glänzen, während sie mit dem Vater die tollsten Spässe trieb, sich eine Keks aus seiner Hemdtasche erbeuten zu wollen, der doch eigentlich für die Mama angedacht ist. Voller Frohsinn erhebt sich ihre Stimme bei den Betonungen, wenn sie dem Vater vorliest, was auf einem Zettel steht und beim anschliessenden Faltfliegerbasteln aus eendiesem Papier. Sie erhalten diese Unbeschwertheit, diesen winzigkleinen Moment der Leichtigkeit im Alltag, bis sie in Pfungen aussteigen und mich mit einem schönen Gefühl weiterreisen lassen, auch wenn sie es wohl nicht wissen.

 

Man mag mich für verrückt halten, aber all diese Dinge entgehen mir nicht, auch wenn es vielleicht den Anschein erweckt. Und sie entgehen mir nicht nur physisch nicht, sondern auch psychisch. Es sind solch kleine Dinge, völlig fremde Dinge von mir sonst so völlig fremden Themen, die mir den Tag trotzdem versüssen können.
Es sind Zeichen des Lebens, die ich Öv wahrnehme. Im Gegensatz zu Autofahrten, welches für mich hauptsächlich aus Schilderwäldern und der Todesgefahr durch andere PW-Fahrer bestehen, ist das Reisen mit dem öffentlichen Verkehr für mich ein kleines Erholungsgebiet, auch wenn es mich pro Weg 90 Minuten mehr Zeit kostet. Es ist Zeit, in der ich die Umwelt wahrnehme
, für die ich mich heimlich begeistert interessiere.

 

Und das ist nur eine der zahlreichen Möglichkeiten, wie ich persönlich die Reise geniesse, diesen Weg, der für mich das Ziel ist.
Ich lerne.
Ich schlafe.
Ich träume.
Ich verarbeite.
Ich finde zu anderen, indem ich Zeit für Kontakte finde, sei es digital oder von Angesicht zu Angesicht.

Und nicht zuletzt finde ich manchmal zu mir selbst.
Ich lebe und liebe diese Zeit, meine Zeit.

Dieser Chance bin ich mir bewusst, jedes Mal aufs Neue.
Danke.

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22
May
Veränderung
Schnitt

Ich liebe den Geruch von frisch gemähtem Gras.
Oder der Luft, nach einem klärenden Regenschauer.
Oder eines neuen Buches.

 

Es zeigt mir, dass Veränderung in der Luft liegt, das Raum für etwas Neues geschafft wird.
Wortwörtlich.

Es ist Mon(d)tag, abnehmende Phase – ideal also, um Altes endlich loszulassen.
Bei meinen Onkeln wird die Wiese gestutzt. Schnitt um Schnitt werden die verblühten Gewächse gekürzt, auf dass sie wieder neu wachsen können.
Vorne, bei der Tankstelle, wird die mächtige Tribüne des
kantonalen Schwingfests wieder abgebaut.

Und auch auf mich wartet eine lange, lange To do-Liste an Aufgaben und Altlasten, die ich mühsam abzuarbeiten habe:

* Ordnung von Terminen
* Formalitäten fürs Stipendium
* Korrekturen schriftlicher Arbeiten
* Kündigungen veralteter Verträge
* Das Senden überfälliger Post
* Start der kontrollierten Gewichtsabnahme
* Ausgiebige Hausreinigung
* Digitales Ausmisten auf dem PC
* Brüderchens Duschrunde
* und vermutlich noch so Einiges, was mir spontan gerade nicht so präsent ist...

Ich mache mich besser gleich ans Werk.

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21
May
Hoffnung
Direkte Demokratie
Wahlergebnis

In letzter Zeit war ich zunehmend erfüllt von einer tiefen Hoffnungslosigkeit.

 

In den Medien vernimmt man, abgesehen von Terroranschlag an Terroranschlag, entweder von durch den Klimawandel hervorgerufenen Katastrophen oder von der internationalen Politelite, welche sich scheinbar nur noch durch wirre Reden anstatt durch vernunftorientiertes Handeln profiliert (und das gilt übrigens nicht nur für die USA!).
Ich höre die Natur schreien und ich sehe ihre völlig verpeilten Bewohner überheblich über sie hinweg reden, so kommt es mir vor... Oder so kam es mir zumindest vor. Denn heute ist ein Tag, der mir zumindest ein Stück weit den Glauben an die Menschheit zurück.

 

Einmal mehr habe ich schon früh meine Wahlzettel ausgefüllt, jedoch mit wachsendem Zweifel.
Wozu eigentlich noch wählen, wenns dank der EU-Diktatur, deren Mitglied wir ja als Land noch nicht einmal sind, ja doch nicht umgesetzt wird?
Wozu sich mit Argumenten auseinandersetzen, wenn doch alle wieder nur auf die Stammtischparolen der Bonzenpartei hören?
Wozu nach Lösungen suchen und zu Kompromissen bereit sein, wenn es doch nur allen ums (vermeintliche) Geld geht anstatt um den Planeten, der uns die Ressourcen und Lebensgrundlagen überhaupt erst ermöglicht?
Wozu sich die Erinnerungen an Opfer wie die Wachidowas bewahren, wenn es heute ein stilles Zugeständnis zu neuen Nuklearschleudern hageln wird?
Was kann ein so kleines Licht wie meine Stimme gegen die geballte Volksblödheit schon bewirken?

 

Dann erinnerte ich mich selbst daran: Versuch es wenigstens.
Sei nicht einer der Vollidioten, die nur heulen, während sie etwas leisten könnten.
Dieser Planet, Deine Heimat, hat Dir so viel geschenkt. Es ist das Mindeste, dass Du seine Schreie nicht auch noch überhörst!
Du hast so viele Warnungen im Leben erhalten, dass zumindest Du es besser weisst, allen Angstargumenten zum Trotz!
Wenn Du stumm bleibst, wird man auch Deinen Protest nicht hören. Auch das ist ein stilles Eingeständnis.
Also versuch es wenigstens.
Denk an die Worte des Wachidowas: Weiter, nur weiter.

 

Ich habe es versucht.
Und ich hatte es schon als das letzte, verzweifelte Mal gesehen.

Aber dieses eine Mal wurde ich nicht enttäuscht.
Stattdessen habe ich selten ein so deutliches, nationales Ergebnis zu Gesicht bekommen.

Die Menschen haben hingehört. Und es ist ihnen nicht egal.
Nicht nur in der Schweiz, auch in den USA wird beispielsweise aktiv gegen Trump vorgegangen. So kämpft
Al Gore nach wie vor an vorderster Front mit Fakten gegen die "alternativen Fakten":

Oft schreien nur die Idioten laut, welche all das Gute im Getöse untergehen lassen... Doch dieses eine Mal hat die stille Mehrheit gemeinsam ihre Stimme erhoben – und ein gewaltiges Echo ausgelöst, nicht nur in der Welt, sondern auch unsichtbar, in den tiefsten und dunkelsten Abgründen meiner Seele. Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht mit so einem deutlichen Rückhalt. Und diese Erkenntnis hat ihn mir einen Funken wieder entzündet, eine Glut in der erkalteten Asche, von dem ich ehrlich nicht mehr geglaubt habe, dass er überhaupt noch existiert. Ein unbeschreibliches Gefühl!

Es ist so Manches umsonst, aber nicht vergebens.
Danke.

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Aktuell erblüht unser Holunder prächtig und die ersten Nachbarn haben schon angefragt, ob wir die baldige Ernte mit ihnen teilen – was wir selbstverständlich tun.

Ich liebe diesen Holunderbaum, der sich nahe an unser Haus schmiegt, es behütet und beschützt, wie ein guter Geist. Noch immer habe ich ihn als kleines, zartes Zweiglein vor Augen, obwohl er in den letzten Jahren merklich zur stattlichen Grösse herangewachsen ist, der jetzt bis unters Dach reicht. Jedes Jahr wird er zu Beltane von Cirrus und mir mit weiteren, bunten Bändern geschmückt und jedes Jahr dankt er uns mit herrlichen Blüten und einer reichen Ernte, aus der sich Vieles zubereiten lässt.

Ich habe diesen Baum gepflanzt und habe ihn wachsen sehen. Es ist "mein" Baum, das Sinnbild der neuen Generation dieser Gemäuer: Er wächst und gedeiht, während die (leider verwundete) Konifere meiner Eltern, direkt nebenan, sich langsam ihrem Lebensende zuneigt, ähnlich seiner Familienhüter... Einerseits bedauere ich dies tief, doch bei allem Kummer, so schafft es auch Platz für Neues. Und das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes bedeuten.
Mit dem Erwachen der fröhlichen Jahreszeiten verspüre ich zunehmend den Drang, zumindest etwas Farbe an die trostlose Aussenfassade zu bringen. Und seien es nur ein paar Stiefmütterchen im leeren Steintopf vor der Haustür, oder eine Reihe Tibetfahnen am verrosteten Gartenzaun, zumindest irgendwas! Ich sehne mich nach positiver Veränderung, innen wie aussen.

 

In der Volksmagie ist der Holunder tief verankert; ähnlich der Linde reicht seine Tradition weit in der Geschichte zurück. Der Holunder wird der germanischen Göttin Holda zugeordnet, die durch ihn alles Lebendige um sich herum beschützt. Er gilt als Lebensbaum, obgleich Holda die Göttin der Toten ist, denn der Tod geht Hand in Hand mit einem gelebten Leben.

Wer weiss, was noch kommen wird...
Danke.

Unsere Holunderblüten
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14
May
Rubinrot
Pfingstrosen

Mutter Natur hat ihren eigenen Rhythmus... Auch, was den Pfingstsonntag betrifft. ;)

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Damals™, als der Eurovision Song Contest noch brauchbar war. ;)

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Panorama auf Weych

Es ist Samstag, Tag des Saturns, der Auseinandersetzung mit den Schatten.

 

Trotz des durchzogenen Wetters zog es Cirrus und mich nach draussen. Im Dorfladen beschafften wir uns Proviant und stiegen den sogenannten "Stein" empor, einem fast 550 Meter hohen, steil abfallenden Berg aus Molasse, der sich südöstlich des Dorfes erhebt.

Cirrus, das Waldkind
Cirrus arbeitet magisch

Der Wald empfing uns trotz der nahen Schnellstrasse mit seiner eigentümlichen Ruhe.


Es ist immer schön zu sehen, wie Cirrus, mein geliebtes Brüderchen, im Wald regelrecht aufblüht. Sogar in seiner Beschäftigung haben sie diese Ressource bereits bemerkt, seit sie ihn regelmässig mit auf den Waldtag mitnehmen.

Es begann zwar leicht zu dröppeln, aber das Blätterdach schützte uns und wir schritten eisern voran, lediglich an der kühlen Waldquelle eine kurze Rast einlegend. Das Wasser kühlt herrlich das Gesicht und klärt den Blick...

Regenbogen im Stab
Blick durch den Hexenstein

Oben angekommen, erwartete uns ein gewohnt herrlicher und weiter Ausblick, trotz des peitschenden Windes auf der flachen Anhöhe und dem zunehmenden Regen.

 

Als wettererprobte Hexer liessen wir uns davon jedoch nicht in unserem Vorhaben beirren, im Gegenteil: Wir wollen die Umstände ja aktiv milde stimmen. Dieses Dorf ist angegriffen, es hat stark gelitten und seinen Schutz bitter nötig. Sofern wir aktiv etwas daran ändern können, werden wir das auch in Zukunft tun, auch wenn wir uns oft genug fragen, warum wir uns das eigentlich (noch) antun.

 

Wir bauten alles auf.
Die Karten und Stäbe wurden positioniert, ebenso die Kristallschädel und sonstige Utensilien. Wir streuten frische Semmelknödel als Gabe an die tierischen Hüter des Waldes und tranken gemeinsam aus dem Kelch auf das Wohl aller, inklusive uns selbst.

 

Dann begannen wir zu arbeiten.
Wir fokussierten auf die sichtbare Dampfsäule des KKW Leibstadt, auf die kommende Wahl zur Energiewende und den Schutz vor dem Endlager, welches hoffentlich nicht bei diesem Dorf entsteht. Wir baten inständig darum, dass die Menschen hier ihr Bewusstsein schärfen und sich nicht durch irgendwelche Schönfärberei und vermeintliche Vorteile blenden lassen.

 

Gemeinsam bereiteten wir den Schutz des Kraftfelds aus.
Wir frischten die Einigung von Paris zur Bekämpfung des Klimawandels mental auf.
Cirrus arbeitete auf seiner globalen Karte hochkonzentriert mit dem Great Barrier Reef, auf dass es sich doch noch mal erholen möge.
Ich vollzog Friedensgebet um Friedensgebet; wieder und wieder und wieder.
Pu und Belle beteiligten sich ebenfalls aktiv am Erschaffen eines Kraftfelds. Beide schillerten in allen Farben des Regenbogens, als hätten sie sich seit einer kleinen Ewigkeit auf das aktive Wirken gefreut.

Man kann über das "Esospinnergehabe" (grösstenteils nicht unberechtigt) denken, was man will – ich persönlich denke, wir könnten unsere Zeit weitaus dümmer verdaddeln. Ausserdem hat ein bisschen positiver Zuspruch zum aktiven Werk bekanntlich selten geschadet... Wie dem auch sei.

 

Erst im Laufe meiner Kamerachronik, da ich das übermässige Knipsen nie lassen kann, fiel mir bewusst auf, wie sich erst im Laufe unserer Arbeit das Wetter veränderte. Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Wetter auffällig nach meiner Laune zu richten scheint... Aus dem drohenden Regenschauer wurde jedenfalls nach und nach ein klarer, blauer Frühlingshimmel, welcher sich auffälligerweise ausschliesslich während unserer magischen Praxis hielt. Es wurde geradezu warm und die Sonne brannte förmlich vom Himmel. Jetzt, am Abend, haben wieder die Schauer eingesetzt, alles wegspülend, was nicht mehr hierher gehört. Aber während des Zauber war die Kraft nicht nur spür-, sondern auch sichtbar; diese innere Flamme, die wir heraufbeschworen und nach aussen trugen.

Alliaria petiolata
Urtica dioica

Irgendwann gab Cirrus in seinem natürlichen Instinkt das Zeichen zum Aufbruch.

 

Der Blick durch den Hexenstein offenbarte eine leuchtende Aura (das obere Bild ist unbearbeitet und es handelt sich nicht um einen Bildfehler!), seinen Impuls bestätigend.

 

Wir dankten also den Spirits um uns, packten zusammen, liessen ein Symbol des Dankes da und verabschiedeten uns höflich, ehe wir wieder den Berg hinunter stiegen.

Lady Gaia antwortete auf ihre Art und Weise: Am Wegesrand kamen Heilpflanzen zuhauf vor und wir kehrten mit einer reichen Ernte nach Hause zurück, jedoch lediglich nur so viel pflückend, wie wir auch verbrauchen können.

Dieser Tag war eine sehr innige Erfahrung.
Danke.

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Nachdem der Tag gut gestartet und durch klassisches Gehabe einer verkorksten Menschheit einen leichten Einbruch erlitt, erwies sich der Tag der Göttin Freya dennoch letztendlich als ein Tag der Liebe und Freude.

Diego
Willie
Puschel

Vielleicht liegts daran, dass Tiere einfach die besseren Menschen sind... Zumindest haben sie mir das heute einmal mehr bewiesen, denn heute war ich den ganzen Tag lang in der Tierbeschäftigung zu Besuch, um zu sehen, was und wie meine Klienten von der betreuten Wohngruppe so alles den ganzen Tag leisten.

 

Bereits am Mittwoch wurde mir ein kleiner Einblick gewährt und ich stellte verblüfft fest, wie locker und freundlich alle Mitarbeiter sind, obwohl sie Tag für Tag einen sehr fordernden und anspruchsvollen Job leisten, nicht nur mit den Klienten, sondern natürlich auch mit dem gewissehaften Versorgen der Tiere.
 

Auch war ich beeindruckt von der Anlage, die den tierischen Therapeuten zur Verfügung steht. Die rund drei dutzend Hühner, rund 20 Hasen, vier Ziegen, zwei Schweine und vier Alpakas haben allesamt sehr viel Platz zum Rennen, artgerecht gestaltete Unterbringungen und bekommen ausschliesslich Biofutter. Es war einfach herrlich festzustellen, dass es sowohl für die Tiere als auch für die zu Betreuenden keinen Zwang darstellt, zusammen zu arbeiten. Beide Seiten wirkten entspannt und sehr aufeinander eingespielt. Ich staunte darüber, was sich bei so manchem Klienten für ein Potenzial offenbarte, den ich zuvor nur als still und unscheinbar kannte. Auch die Geduld der Tiere fand ich beeindruckend: Wir haben Klienten, die aufgrund ihrer Krankheitsbilder oftmals sehr laut sind, permanent schreien, oder grobmotorisch manchmal etwas ungelenkt sind. Aber sämtliche Tiere meisterten diesen Umstand szuper, mit sichtbar entspannter Körperhaltung.

 

Morgens versorgten wir also gemeinsam die Tiere, misteten Ställe aus, gaben Futter und frisches Wasser. Nicht nur die autonomeren Bewohner arbeiteten hervorragend und mit viel Herzblut, auch der hochzwanghafte Klient meiner Betreuungsgruppe machte einfach spitzenmässig mit, obwohl ich für ihn ja komplett am falschen Ort war (also auf seiner Arbeit und nicht auf seiner Wohngruppe). Er gab allen Tieren zu trinken und blieb sehr konzentriert bei der Sache.


Wie schon zuvor im Kunstatelier tat ich mich anfangs sehr schwer damit, die Leute ausschliesslich anzuleiten und sie so viel Arbeit wie möglich selbst zu erledigen lassen. Ich verstehe die pädagogischen Hintergründe diesbezüglich vollkommen, jedoch bin ich auch gegenüber "normalen" Menschen sehr bedacht darauf, dass sie um mich herum nicht alles alleine machen müssen. Ich denke, es ist ein persönliches Lernfeld und auch das werde ich noch meistern... Es braucht halt Zeit.

Belle im Rhein

In der Mittagspause zog ich mich ein wenig auf die Klosterinsel zurück.

 

Einerseits wollte ich olle Quasseltante die tollen Mitarbeiter nicht permanent in Beschlag nehmen, andererseits spürte ich einen Ruf...

Es ist Freitag – ideal, um als Neuankömmling in Liebe willkommen geheissen zu werden. So suchte ich mit Belle den versteckten Kraftort der Klosterinsel aus und übergab sie dort Vater Rhein, wie ich es einst mit ihrer grossen Schwester tat. Dabei flossen die Energien merklich und auch lange, wie bereits zuvor bei Pu. Gerade noch pünktlich schafften wir es zurück zur Arbeit, erfüllt mit frischem Elan für alle kommenden, gemeinsamen Abenteuer.

 

Nachmittags gingen wir alle zusammen mit den Alpakas auf Wanderung. Gemeinsamen spazierten wir dem idyllischen Rheinufer entlang, trafen eine Ringelnatter, bewunderten die Spuren fleissiger Biber, fanden Federn. Es war beeindruckend mitzuerleben, wie einfach alle inmitten der Natur mental ruhiger wurden und wie viel Talent im Umgang mit Tieren in so manchem Klienten steckt, der sonst eher unscheinbar wirkt!

Letztendlich
ging ich völlig k.o., aber mit einem sehr, sehr guten Gefühl nach Hause.
Danke.

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Artwork by Mark Baars

Nach sage und schreibe 8 Jahren habe ich mich heute also spontan dazu entschlossen, meinen letzten, noch verbliebenen Social Media Account zu kappen.

Wenn man nicht einmal mehr einen harmlosen, schönen Sonnenaufgang mit eigenen Gedanken dazu posten darf, ohne dass man dafür Reaktionen erhält, die (#ausGruenden) wortwörtlich zum Kotzen sind, dann habe ich wohl da nichts mehr verloren. Ich habe schon so manchen Scheiss bei so manchem User mit Mühe aber ohne blöden Gegenkommentar geschluckt, aber dieses i-Tüpfelchen hat jetzt einfach gereicht. Da entschuldigt es auch das berühmte #notjustsad in meinen Augen nicht mehr, dass sich vermutlich hinter so manch liebgewonnenen Account wohl in Wahrheit einfach nur ein kleines Arschloch dahinter verbirgt, zumindest wird mein Misstrauen dies vermehrt vermuten.

Herzlichen Glückwunsch also dazu, "social" Media.
Immerhin: Keine gesellschaftlich aufgezwungenen Netzwerke mehr bedeutet nicht nur mehr Zeit für Wichtigeres, sondern auch weniger Kosten durch Datenpakete im Ausland, weil man ja uuuunbedingt jedes Bild live zu twittern hat, sowie weniger Energieverbrauch, was dem Planeten allgemein ganz gut bekommen dürfte. Vielleicht reichts irgendwann sogar mal wieder für ein Mobiltelefon, welches kein Akkufresser mehr ist, welches sich aber dafür im Notfall tatsächlich zum Telefonieren eignet, wer weiss.

Ich nutze diese neue Chance,
by doing no harm, but taking no shit (anymore).
So mote it be!

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Jetzt ist (astrologisch) die Zeit, in welcher der Blumenmond regiert... Euch allen einen gesegneten Esbat und ein inniges Fest der Liebe.

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10
May
Beltane 2017
Magdalenenkapelle
Rheinufer

Beltane wird von vielen Wiccanern traditionell in der Walpurgisnacht zelebriert. Als freifliegende Hexe bin ich mir hingegen bewusst, dass sich der Grundgedanke der Kunst an der Natur selbst orientiert und weniger an Dogmen der jüngeren Zeit, zumal jeder Sabbat lediglich den Höhepunkt einer Jahreszeit markiert und die Energie entsprechend nicht nur stur an einem einzigen Tag oder Abend fliesst... So feiere ich die grossen Feste traditionell nach dem Mond, wie ich die kleinen Sabbate nach dem Stand der Sonne im Jahresverlauf.

 

Gemäss dem natürlichen Kreislauf entspricht Imbolc dem 2. Vollmond des Jahres, Beltane dem 5., Lammas dem 8. und Samhain dem 11. Esbat des Jahres.

 

So wanderte ich heute also erneut, nach bereits geleistetem Tagwerk, spontan dem Tal des Dörfchens entgegen, an der grossen und prachtvollen Kirche und dem ehemaligen Kloster vorbei, zu der kleinen Magdalenenkapelle an der Spitze der Insel. Auch dort wählte ich den schmalen Pfad, der an dem schmucken Bau vorbeiführte: Umgeben von wild wachsendem Wiesensalbei, Spitzwegerich und allerlei weiteren Heilpflanzen zog es mich zum abgelegensten Punkt des alten Kraftorts. Umgeben vom gemächlichen Gang von Vater Rhein um mich herum fand ich den vertrauten Weg zu einer versteckten, verwitterten Steinbank inmitten des saftigen Grüns.

 

Hier, an diesem östlich gelegenen Punkt, finden sich oft Schwanenfedern und prompt konnte ich eine ganze Hand voll der herrlichen Luftsymbole zusammentragen.
Ich hatte Glück und störte weder den grosszügigen Spender noch seine Familie; sonst wäre ich schweren, aber respektvollen Herzens umgekehrt.
Zwei von ihnen legte ich behutsam auf den Altar, bedacht darauf, ihre bisher makellos erhaltene Schönheit nicht zu zerstören. In ihrer perfekten, sich ergänzenden Zweisamkeit verkörperten sie die ewige Liebe und Treue, die reine Schönheit eines aufrichtigen Bundes. Die restlichen Federn übergab ich mit guten Wünschen an den mächtigen Rhein, auf dass er etwas Leichtigkeit und die Schönheit des Augenblicks in diese oft so schwere, graue Welt zu tragen vermag... So mote it be.

 

Nach diesem ersten, spontanen Zauber machte ich mich weiter daran, einen kleinen Altar aufzubauen. Ich pflückte die zartosa schimmernden Köpfe eines Rotklees, der ganz in der Nähe erblühte. Mit diesen formte ich ein kleines Herz, um den Spirit des Sabbats greifbar zu symbolisieren: Beltane, der zweithöchste Sabbat des Hexenjahres (und mein persönliches Lieblingsfest), steht im Zeichen der Liebe und der Fruchtbarkeit.

 

In diesem Sinne entzündete ich eine kleine Wachskerze in den Farben des Sabbats, als Symbol für die Flamme der Liebe und der erotische Funke, der sich in der Zeit des Frühlings bei so manchem und so mancher explosionsartig entzündet. Diese farbenfrohe Kerze entstammt dem Laden auf der Klosterinsel, in welchem meine Klienten ihre Werke verkaufen. Wie auch ihre kleinen und grossen Kunstwerke stammen auch diese Kerzen aus geschützten Beschäftigungsplätzen, an denen sich offenbart, dass "behindert" keineswegs ein Synonym für "in absolut allem komplett verhindert" ist.

 

Abgesehen von diesem spontan erarbeiteten Hilfsmittel und den Zigeunerkarten, die ich immer in der Hosentasche aufbewahre, hatte ich nichts an Werkzeug zur Hand. Der Stab lag weit weg, auf dem Hausaltar, direkt neben dem Kristallschädel und dem Hagstone, der mich einst nur wenige hundert Meter weit entfernt am Rheinufer fand... Den Medizinbeutel hatte ich zwar bei mir, jedoch verspürte ich nicht das Bedürfnis, ihn zu nutzen. Stattdessen sang ich klassische Liebeslieder an die Natur, formte meine Zauber mit der Macht der Worte in kraftvollen Gedanken und Gebeten, vollzog eine Divination und zeichnete mit dem Finger Muster in den weichen Ufersand. Und das alles frei vom Herzen weg, wie es mir gerade in den Sinn kam und wie ich es gerade als passend empfand. Überhaupt war dies einer der Momente, indem ich einmal mehr die Weisheit verstand, die mir meine Mutter seit meinem Dasein als Wicce konstant und voller Überzeugung mit auf den Weg gab: "Du selbst bist das Werkzeug. Es braucht nichts ausser Deinem Willen und die Akzeptanz der Natur."

 

Sie hat recht, nach wie vor.
Es ist wohl das schlichteste Beltane, das ich bisher je feierte, aber nie hat es sich richtiger angefühlt.
Danke.

Beltane-Altar
Flamme der Liebe
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"When you're happy, you enjoy the music. But when you're sad, you understand the lyrics."
– Frank Ocean

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06
May
Einsiedeln
Die Klosterkirche von Einsiedeln
Marienquelle

Am Samstag besuchte ich mit Cirrus die Klosterkirche von Einsiedeln, um dort ein paar spirituelle Besorgungen zu erledigen.

 

Die Kirche war, für uns trotz mehrfacher Besuche etwas ungewohnt und unbehaglich, zum Bersten gefüllt; allerhand Volk hatte sich eingefunden.

Man begegnete uns trotz des Trubels freundlich und ein besonders junger, charmanter Herr schenkte mir einen Rosenkranz – ich glaube, wir haben diese Kirche bisher nie ohne ein Geschenk verlassen...

Ich werde die Gebetskette aufbewahren. Sie ist schlichter als mein schillerndes Altarexemplar und damit perfekt geeignet für Gebetsmeditationen auf Reisen.

Danke.

Rosenkranz
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05
May
Schwanensee
Rheingefährte

Ich tue mich schwer damit, nach der feurigen Heimat wieder in einem derart erkalteten Land zu sein...
Aber Helvetien scheint mich nicht vergessen zu haben, zumindest in ihrem Ursprung nicht, in der Natur.

Nach der Arbeit rief das nahe Rheinufer; die Pfade, auf denen mich mein Hexenstein einst fand...
Ich mag Rheinau. Es ist nicht so zubetoniert wie das Möchtegernmodernkaff, aus dem ich stamme.
Die Menschen hier sind freundlich, sie grüssen, lächeln aufrichtig und achten den Wert "ihrer" Natur, betreiben u.A. aktive Massnahmen gegen den Ausbau der Kernenergie im Land.

Ich lief also dem Rheinufer entlang, Richtung Dorfkern zu, die nahe Klosterinsel im Blick.
Da schwamm von sich aus ein Schwan zu mir hin, ohne dass ich ihm ein Zeichen gab und ohne die nahen Wandertouristen zu beachten, die ihn vergeblich mit Brot lockten.

 

Der Schwan schwamm sehr dicht am Ufer und sichtbar mit mir im Gleichschritt.
Manchmal gab er ein kurzes, leises Fauchen von sich, jedoch ohne sich aufzuplustern. Ich wertete es als Warnsignal und versuchte Abstand zu halten, er blieb jedoch dicht an mir dran. Ununterbrochen begleitete er mich die gesamte Rheinkurve entlang, vom imposanten Wasserkraftwerk bis zur Klosterinsel. Als sich schliesslich mein Trampelpfad von seinem Flussverlauf in geringer Distanz trennte, schwamm er eilig zu seinem nahen Kollegen — und ich fand derweil unmittelbar eine weisse Schwanenfeder im schon hoch stehenden Frühlingsras, als ob er sie dort für mich deponiert und mich zu ihr hingeführt hat.

 

Wir sahen uns später bei der Klosterinsel erneut; abermals kam er angeschwommen, er hatte mich sichtbar wiedererkannt. Ich bedankte mich zum Abschied, wissend, dass es aufgrund meiner Arbeit in den kommenden Tagen wohl ein baldiges Wiedersehen gibt...

 

In Asien gilt Weiss als Farbe der Trauer und des Abschieds, jedoch auch der Reinheit und des Neubeginns, ähnlich einem noch unbeschriebenen Blatt. Der Schwan gilt weithin als Symbol für die Liebe und Treue, für Anmut und die Transformation der verborgenen Schönheit, ähnlich dem hässlichen Entlein, als das ich mich oft genug fühle.

Ich bewahre die Feder in meinem Altarkästchen auf und nehme die Lernlektion an.
Danke.

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Ich bin zurück.

Nur zurück.

Kann ich nicht einfach wieder nach Hause...?

♫ Please take me as I am... ♪
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16
Apr
Otthon
Szabadság-szobor

Die Freiheit...
Sie ruft mich...

 

Viszlát. ❦

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