A witchy Life

by Napgyermek


Merry Meet and blessed be!

Auf diesem kleinen, feinen Blog gewähre ich einen Einblick in mein vielseitiges Leben als moderne Hexe. Ich wünsche viel Spass beim Lesen!

22
May
Veränderung
Schnitt

Ich liebe den Geruch von frisch gemähtem Gras.
Oder der Luft, nach einem klärenden Regenschauer.
Oder eines neuen Buches.

 

Es zeigt mir, dass Veränderung in der Luft liegt, das Raum für etwas Neues geschafft wird.
Wortwörtlich.

Es ist Mon(d)tag, abnehmende Phase – ideal also, um Altes endlich loszulassen.
Bei meinen Onkeln wird die Wiese gestutzt. Schnitt um Schnitt werden die verblühten Gewächse gekürzt, auf dass sie wieder neu wachsen können.
Vorne, bei der Tankstelle, wird die mächtige Tribüne des
kantonalen Schwingfests wieder abgebaut.

Und auch auf mich wartet eine lange, lange To do-Liste an Aufgaben und Altlasten, die ich mühsam abzuarbeiten habe:

* Ordnung von Terminen
* Formalitäten fürs Stipendium
* Korrekturen schriftlicher Arbeiten
* Kündigungen veralteter Verträge
* Das Senden überfälliger Post
* Start der kontrollierten Gewichtsabnahme
* Ausgiebige Hausreinigung
* Digitales Ausmisten auf dem PC
* Brüderchens Duschrunde
* und vermutlich noch so Einiges, was mir spontan gerade nicht so präsent ist...

Ich mache mich besser gleich ans Werk.

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21
May
Hoffnung
Direkte Demokratie
Wahlergebnis

In letzter Zeit war ich zunehmend erfüllt von einer tiefen Hoffnungslosigkeit.

 

In den Medien vernimmt man, abgesehen von Terroranschlag an Terroranschlag, entweder von durch den Klimawandel hervorgerufenen Katastrophen oder von der internationalen Politelite, welche sich scheinbar nur noch durch wirre Reden anstatt durch vernunftorientiertes Handeln profiliert (und das gilt übrigens nicht nur für die USA!).
Ich höre die Natur schreien und ich sehe ihre völlig verpeilten Bewohner überheblich über sie hinweg reden, so kommt es mir vor... Oder so kam es mir zumindest vor. Denn heute ist ein Tag, der mir zumindest ein Stück weit den Glauben an die Menschheit zurück.

 

Einmal mehr habe ich schon früh meine Wahlzettel ausgefüllt, jedoch mit wachsendem Zweifel.
Wozu eigentlich noch wählen, wenns dank der EU-Diktatur, deren Mitglied wir ja als Land noch nicht einmal sind, ja doch nicht umgesetzt wird?
Wozu sich mit Argumenten auseinandersetzen, wenn doch alle wieder nur auf die Stammtischparolen der Bonzenpartei hören?
Wozu nach Lösungen suchen und zu Kompromissen bereit sein, wenn es doch nur allen ums (vermeintliche) Geld geht anstatt um den Planeten, der uns die Ressourcen und Lebensgrundlagen überhaupt erst ermöglicht?
Wozu sich die Erinnerungen an Opfer wie die Wachidowas bewahren, wenn es heute ein stilles Zugeständnis zu neuen Nuklearschleudern hageln wird?
Was kann ein so kleines Licht wie meine Stimme gegen die geballte Volksblödheit schon bewirken?

 

Dann erinnerte ich mich selbst daran: Versuch es wenigstens.
Sei nicht einer der Vollidioten, die nur heulen, während sie etwas leisten könnten.
Dieser Planet, Deine Heimat, hat Dir so viel geschenkt. Es ist das Mindeste, dass Du seine Schreie nicht auch noch überhörst!
Du hast so viele Warnungen im Leben erhalten, dass zumindest Du es besser weisst, allen Angstargumenten zum Trotz!
Wenn Du stumm bleibst, wird man auch Deinen Protest nicht hören. Auch das ist ein stilles Eingeständnis.
Also versuch es wenigstens.
Denk an die Worte des Wachidowas: Weiter, nur weiter.

 

Ich habe es versucht.
Und ich hatte es schon als das letzte, verzweifelte Mal gesehen.

Aber dieses eine Mal wurde ich nicht enttäuscht.
Stattdessen habe ich selten ein so deutliches, nationales Ergebnis zu Gesicht bekommen.

Die Menschen haben hingehört. Und es ist ihnen nicht egal.
Nicht nur in der Schweiz, auch in den USA wird beispielsweise aktiv gegen Trump vorgegangen. So kämpft
Al Gore nach wie vor an vorderster Front mit Fakten gegen die "alternativen Fakten":

Oft schreien nur die Idioten laut, welche all das Gute im Getöse untergehen lassen... Doch dieses eine Mal hat die stille Mehrheit gemeinsam ihre Stimme erhoben – und ein gewaltiges Echo ausgelöst, nicht nur in der Welt, sondern auch unsichtbar, in den tiefsten und dunkelsten Abgründen meiner Seele. Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht mit so einem deutlichen Rückhalt. Und diese Erkenntnis hat ihn mir einen Funken wieder entzündet, eine Glut in der erkalteten Asche, von dem ich ehrlich nicht mehr geglaubt habe, dass er überhaupt noch existiert. Ein unbeschreibliches Gefühl!

Es ist so Manches umsonst, aber nicht vergebens.
Danke. ♥

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Aktuell erblüht unser Holunder prächtig und die ersten Nachbarn haben schon angefragt, ob wir die baldige Ernte mit ihnen teilen – was wir selbstverständlich tun.

Ich liebe diesen Holunderbaum, der sich nahe an unser Haus schmiegt, es behütet und beschützt, wie ein guter Geist. Noch immer habe ich ihn als kleines, zartes Zweiglein vor Augen, obwohl er in den letzten Jahren merklich zur stattlichen Grösse herangewachsen ist, der jetzt bis unters Dach reicht. Jedes Jahr wird er zu Beltane von Cirrus und mir mit weiteren, bunten Bändern geschmückt und jedes Jahr dankt er uns mit herrlichen Blüten und einer reichen Ernte, aus der sich Vieles zubereiten lässt.

Ich habe diesen Baum gepflanzt und habe ihn wachsen sehen. Es ist "mein" Baum, das Sinnbild der neuen Generation dieser Gemäuer: Er wächst und gedeiht, während die (leider verwundete) Konifere meiner Eltern, direkt nebenan, sich langsam ihrem Lebensende zuneigt, ähnlich seiner Familienhüter... Einerseits bedauere ich dies tief, doch bei allem Kummer, so schafft es auch Platz für Neues. Und das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes bedeuten.
Mit dem Erwachen der fröhlichen Jahreszeiten verspüre ich zunehmend den Drang, zumindest etwas Farbe an die trostlose Aussenfassade zu bringen. Und seien es nur ein paar Stiefmütterchen im leeren Steintopf vor der Haustür, oder eine Reihe Tibetfahnen am verrosteten Gartenzaun, zumindest irgendwas! Ich sehne mich nach positiver Veränderung, innen wie aussen.

 

In der Volksmagie ist der Holunder tief verankert; ähnlich der Linde reicht seine Tradition weit in der Geschichte zurück. Der Holunder wird der germanischen Göttin Holda zugeordnet, die durch ihn alles Lebendige um sich herum beschützt. Er gilt als Lebensbaum, obgleich Holda die Göttin der Toten ist, denn der Tod geht Hand in Hand mit einem gelebten Leben.

Wer weiss, was noch kommen wird...

Unsere Holunderblüten
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14
May
Rubinrot
Pfingstrosen

Mutter Natur hat ihren eigenen Rhythmus... Auch, was den Pfingstsonntag betrifft. ;)

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Damals™, als der Eurovision Song Contest noch brauchbar war. ♥

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