A witchy Life

by Napgyermek


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Ju
Netz(werk) über endlosem Boden
14.07.2017 23:00

Sowohl gestern als auch heute war ich nach langer Zeit mal wieder komplett in Schwarz gekleidet. Auch das Pentagramm wurde wieder angelegt – mir ist derzeit nach Schutz, ganz instinktiv, nach Schutz vor so viel Schlechtem, das mich aktuell mehr prägt, als es sollte... Auf der Arbeit fiels auf, sowohl bei Teamkollegen als auch bei Klienten, wo ich es jedoch gezielt nicht zum Thema machen wollte. Sie können schliesslich am allerwenigsten etwas dafür!

 

Sonst schien es allen gleichgültig zu sein, wies mir geht.
Ist okay; ich hatte nichts Anderes erwartet... Mir war entsprechend auch nicht nach abendlicher Gesellschaft. Die Lehrlinge hatten sich für heute Abend zu einer lockeren Zusammenkunft verabredet und mir widerstrebte es, dabei sitzen zu müssen und Anstandswauwau mit einem aufgesetzten Lächeln spielen zu müssen. Immerhin: Das Ganze endete angenehm, da neben mir nur vier weitere Personen auftauchten, die alle über eine geistige Reife und einem freundlichen Charakter verfügen. Der Abend wurde entsprechend sehr angenehm, anders als zuerst befürchtet. Wir hatten Spass, die vegetarischen Frühlingsrollen im "
Typisch Thai" mundeten sehr, wir lachten viel und mir wurde von allen Seiten her Mut zugesprochen. Mir wurde versucht die Angst vor den kommenden Herausforderungen zu nehmen, welche mir bisher nur mit drohenden Untertönen vorgestellt wurden. Und ich lernte an diesem Abend bewusst, dass so manch perfektes Musterbeispiel in den eigenen Reihen sich tatsächlich auch nur als jemand Menschliches mit allerlei Baustellen entpuppte.

 

Ich bestritt meinen Heimweg in der anbrechenden Dunkelheit.
Und dabei fiel mir ein Phänomen am Himmel auf, das ich ausgerechnet in den letzten zwei Tagen in jeder Dämmerung, morgens wie abends, auffällig oft bewundern konnte: Die gebündelten Sonnenstrahlen, die die grauen Wolken mit ihrem Leuchten durchbrechen.

 

♪♫ "The sun is always there to shine,

the clouds don't own the sky..." ♫♪

 

Vielleicht sollte ich die Zeichen zur Abwechslungen mal wieder ernst nehmen, anstatt nur auf die Abgründe meiner Seele zu fokussieren.

 

Morgen... Morgen gibts wieder bunt. Und wieder Blümchen im Haar.

Das ist ein Versprechen – ein Versprechen an mich selbst.

Himmelslicht

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