A witchy Life

by Napgyermek


27
Ma
Segnen gen Süden
27.05.2017 22:50
Tageskarten

Es ist schon erstaunlich...
Kaum haben sich meine beiden Dickköpfe aus Bergkristall etwas in den Kopf gesetzt, schrecken sie nicht einmal davor zurück meine Mutter trotz Schmerzen aus ihrer geliebten Eremitage zu locken. Und so sassen wir heute alle zusammen und in aller Frühe in einem Schnellzug, der uns bis ans andere Ende des Landes führte, namentlich bis nach Lugano und Melide.

 

Bereits die Tageskarten versprachen einen ereignisreichen, aber wertvollen Tag.

Ankunft im Tessin
Von Lugano nach Melide

Kaum erblickten wir nach 20-minütiger Fahrt durch die Nationalsensation namens Gotthard-Basistunnel endlich wieder das Tageslicht, setzte mir leider bereits die Hitze stark zu... "Leider" komme ich da wohl genetisch ganz nach dem Vater! Hinzu betrübte mich der Umstand, dass die 57 Kilometer Tunneleinöde um eine kulturell wertvolle Landschaft brachte. Immerhin: Meinen beiden Familien erging es klimatisch besser als mir. Cirrus alberte lachend mit einer Mutter herum und flirtete in üblicher Kakadu-Manier mit seinem Spiegelbild, während meine Kristallfamilie begeistert sowohl den längsten Tunnel der Welt segnete, als auch die durch die neue Strecke ausgelassenen Kraftorte wie etwa den Teufelsstein, die Schöllenenschlucht mit den Teufelsbrücken, die Kirche von Wassen, das "Sanatorio del Gottardo", das hoch über Ambri-Piotta thront usw. Sie waren, in der Tat, sehr fleissig – ein Muster, das sich ungebrochen durch den ganzen Tag zog.

Swissminiatur
Unter Palmen

Unser erster Aufenthalt befand sich in Melide.
Dort bestaunten wir das
Swissminiatur, in dem sich über 130 Bauten und markante Schauplätze der Schweiz im Massstab 1:25 befinden, nachgebildet in eindrücklicher und liebevoller Kleinstarbeit. Zwischen den Gebäuden und ihren künstlichen Gewässern bewegten sich dutzende Eidechsen, Fische und Schildkröten, denen es an Platz erfreulicherweise nicht mangelte. Während wir umherwanderten und uns alles genau besahen, arbeiteten Belle und Pu im Rucksack auf Hochtouren: Sie nutzten die Modelle, um die jeweiligen Originalplätze der Schweiz zu segnen, auf dass Schutz und Frieden das Land regieren.

Villa Ciani
Lago di Lugano & Monte San Salvatore

Im Anschluss reisten wir mit der Regionalbahn wieder nach Lugano. Dort suchten wir den Parco civico auf, welcher sich direkt am Ufer des Luganersees befindet. Während wir unser mitgebrachtes Mittagessen genossen – für mich gab es süsse, saftige Fairtrade-Ananas mit einem luftigen Biobrötchen – arbeiteten die Schädel ununterbrochen weiter. Sie segneten diese herrliche, mediterrane Oase, ihren alten Baumbestand und ihre herrliche, exotische Blütenpracht, ebenso die Bewohner des Südens und ihr offenes, optimistisches Kollektiv.

 

Besonders angezogen wurden wir, als Highlight dieser Reise, von einem Tor nahe der sich im Park befindlichen Villa Ciani. Dieses kunstvolle, schmiedeeiserne Tor wurde, wie die Villa selbst, im 19. Jahrundert von zwei Brüdern erbaut. Es ist von Blumen umgeben und führt direkt zum See, ähnlich einem atlantischen Portal, und ist mit einem steinernen Kompass ausgestattet, der als Mosaik im Boden eingelassen ist. Die Energie dieses Kraftortes war für uns alle deutlich spürbar und ich bin froh, habe ich die beiden Schädel trotz der Hitze und dem zeitweiligen Stress hierher bringen können, denn dieses Portal scheint von grosser Wichtigkeit zu sein. Es scheint, als haben die Schädel das Portal aufgeschlossen und die Macht des Wassers aktiviert, dem Element der Seele und dem Potenzial als prägende Energieressource des Landes. Die Chancen sind hoch, dass seine Kraft im Rahmen der Energiewende schon bald zunehmend in den Fokus rückt...

 

Letztendlich kehrten wir erschöpft, aber glücklich ob all der schönen Eindrücke nach Zürich zurück.
Heute wurde ein grosser Schritt in die richtige Richtung gewagt, das spüre ich.
Danke
.

Südliche Sommerpracht
Die Schönheit des Parco civico
Einkehr des Geistes
Herrin der See

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