A witchy Life

by Napgyermek


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Ma
Umbra-Esbat: Mai 2017
24.05.2017 22:50

Das Fenster steht offen.
Der Vorhang tanzt sanft in Wind der kühlen Nachtluft, die meinen Geist erfrischt.
Ich sitze an meinem Altar. Die Lavalampe erhellt das Halbdunkel mit ihrem warmen Schein. Der frisch aufgebrühte Pfefferminztee in der Kelchtasse vor mir dampft noch leicht und verbreitet einen himmlischen Duft. Vor mir erklingt leise die vertraute Melodie aus der Spieluhr, der Verkörperung meiner unbeschwerten Kindertage. Царь Николай Александрович Романов und seine Frau Александра Фёдоровна, die beiden Figürchen der Spieluhr und das Symbol einer mächtigen Liebesheirat, tanzen dazu ihren Walzer und tragen anmutig die Sorgen hinfort, die ich heute loszulassen gedenke.

 

Ich richte mich, wie bereits erwähnt, in meinen Praktiken nach den Zyklen der Natur. Und während viele meiner eher klassischen Brüdern und Schwestern einzig den Vollmond als Esbat feiern und sich maximal an der zu- oder abnehmenden Phase orientieren, so unterscheide ich persönlich zusätzlich zwischen Lux-Esbat und Umbra-Esbat, denn ähnlich dem unterschiedlichen Sonnenstand des Jahreskreises (also von Litha bis Yule), so finde ich den Stand des Mondes nicht minder zentral: Der Lux-Esbat, also der Vollmond, ist eine Nacht voll aufbauender Kraft, ideal zum Weihen von Gegenständen usw. Der Umbra-Esbat, der Neumond, hingegen ist für mich wie ein Austamen der Göttin, komplementär zum Vollmond. Er ist perfekt, um Altes loszulassen und sich von Dingen feierlich zu befreien, die nicht mehr nötig sind.

 

Heute, denn ich konzentriere mich lieber auf eine Sache richtig anstatt auf drei nur halbpatzig, lasse ich mein Übergewicht los. In den letzten Wochen habe ich einen Prozess durchlaufen, durch den ich nun spüre, dass es einfach *Klick* im Inneren gemacht hat.

Ich geniesse diese Nacht und freue mich auf die Veränderung.
Euch allen Wünsche ich von Herzen einen gesegneten Esbat.
Blessed be!

♫ Let it go ♪
Der Weg

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